Anzeige

STUZ Clubnacht im Mai
view counter

Als das Bett wanderte

Die Welt blickt geschockt nach Japan, wo das Ausmaß der Katastrophe noch immer nicht abzuschätzen ist. Auch in und um Mainz besteht die Gefahr von Erdbeben. Wir klären, welche Gefahr tatsächlich besteht, auch bei den Kraftwerken der Region.

 

23.12.2010, ein Tag vor Heiligabend. Die Menschen liegen selig schlummernd in ihren Betten, als ein Grummeln und Wackeln sie aus dem Schlaf hochfahren lässt.  Mitten in Mainz liegt das Epizentrum zweier Erdbeben der Stärken 3,4 beziehungsweise 2,7 auf der Richter-Skala, die physische und psychische Erschütterung verursachen.

14.02.2011. Nicht nur Amor verbreitet am Valentinstag Schauer auf dem Rücken. Ein Erdbeben der Stärke 4,4 bei Nassau versetzt bis hin nach Mainz und Wiesbaden die Menschen in den Glauben einer höheren herzerweichenden Macht.
Diese zwei Erdbeben waren für die Menschen spürbar, doch tatsächlich werden ununterbrochen eine Unmenge leichterer und nicht unmittelbar wahrnehmbarer Beben vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland Pfalz (LGB) datiert.
Christian Stolz, Experte im Bereich physische Geografie der Universität Mainz, erklärt, dass dieses Phänomen mit der hohen tektonischen Aktivität des Oberrheingrabens zusammenhängt. Der Graben senke sich seit dem Tertiär, einem geologischen Zeitabschnitt der Erdneuzeit, fortwährend ab, während sich die umgebenden Mittelgebirge höben. Dabei könne es immer wieder zu Erdbeben kommen. Plattenbewegungen mit einem Ausmaß der Stärke 2 bis 3 seien normal, solche von Stärke 5 und mehr kann Stolz sich aber durchaus auch vorstellen. 

Autor: 
Lisa Klambeck
Ressort:
Report
Facebook:
Artikel bewerten:

Dies bewerten

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (2 Bewertungen)

Flattr