Erstis überall. Willkommen in Mainz!
Ein Augenzeugenbericht vom Tag der Ersti-Begrüßung im ReWi.
Voll wars am 13. April im ReWi der Uni Mainz. Ersti-Begrüßung im großen Hörsaal. Langsam füllen sich die Reihen, eine kleine Musikkombo spielt ihre poppig-passende Hintergrundmusik. Fast fühlt sich das Ganze etwas festlich an, und für alle die diesen Sommer neu mit dem Studium anfangen ist's vielleicht wirklich auch etwas Besonderes.
Während sich drinnen Krausch & Co. das Mikro in die Hand geben, geben sich im Foyer des ReWi derweil die Stände der Hochschulgruppen präsentationsbereit. Lauernde Stimmung. Neben dem STUZ-Stand rücken die Jusos ihre Rosen-Buttons zurecht. Die AStA-Leute gegenüber wirken leicht gestresst. Kein Wunder – schließlich sind sie ja auch die Organisatoren dieses Aufgebots an Ständen.
“Wir wollen bei den neuen Studis die Lust dazu erwecken, den Campus mitzugestalten” meint ein grün gekleideter Flyerträger derweil am Stand von CampusGrün. “Als Lebensraum” fügt der sich dazu gesellende Juso lachend hinzu. Gute Stimmung auch um die Ecke bei FILMZ-, Campus-TV- und OK:TV-Ständen. Trotz einer theoretischen Konkurrenzsituation wird auch hier gelacht. Besonders umtriebig gibt sich der Offene Kanal, der sich nicht mit reiner Präsentation begnügt, sondern aus dem Event gleich eine neue Sendung macht. “Und was hältst Du von...”.
I like this
“Mit dieser Aktion wollen wir natürlich neue Zuschauer und 'Mitmacher' gewinnen” meint ein Mitglied der Truppe. Auch die FILMZ-Crew verteilt Flyer nach dem Motto “ja, ein paar Erstis für unser Festival gewinnen”. Etwas nachdenklicher gibt sich da ein Vertreter des Juli-Standes: “wir möchten mit unserem Stand darauf hinweisen, dass es auch andere Gruppierungen als die Fachschaften gibt, die sich um die Interessen der Studierenden kümmern.” Dass es sich hierbei um den Studi-Arm der bundesweit kränkelnden FDP handelt, lässt sich bei bloßer Betrachtung des Standes übrigens nur schwer erkennen. Statt knalligem Farbe-bekennen, wie es bei den Jusos gegenüber geschieht, gibt's hier klassisch gestaltete Plakate mit Zeichnungen von freiheitlichen Köpfen wie etwa dem von Albert Schweitzer.
Ob es auch Gruppen gibt, denen der AStA keinen Stand zugebilligt hat? “Ja bei Burschenschaften muss man halt immer schauen, ob die mit unseren Grundätzen übereinstimmen” meint einer am Stand. “Also was Diskriminierendes hat hier keinen Platz.” Anscheinend wurde schon mal versehentlich ein Stand an eine Gruppierung vergeben, unter deren Fittichen sich auch Holocaust-Leugner befanden. Und das soll – logischerweise – nicht sein.
Warten mit Linseneintopf
Unser Tischnachbar holt sich einen Linseneintopf aus der Cafeteria, wir auch, schließlich brummt der Bauch. Essen (ja, auch Gummibärchen zählen wohl dazu) darf diesmal keines mehr verteilt werden, wohl weil das Studierendenwerk sinkende Cafeteria-Einnahmen befürchtet. Zumindest schmeckt der Eintopf.
Und während alle so auf das Ende der Vorträge warten und sich mit einem Spalier aus Flyerreichern (die STUZ eingeschlossen, nur dass da eben die STUZ gereicht wurde) auf den Ansturm der Erstis vorbereiten, werden die Kisten mit den Ersti-Tüten ganz besonders gut bewacht. Denn einige von ihnen enthalten neben ganz viel informativem Papierkram auch wertvolle Gutscheine – etwa für ein 05er-Spiel oder ein Stück im Mainzer Staatstheater. Wie genau diese allerdings aufgeteilt werden, das weiß kein Außenstehender so ganz genau.
Dann, der Ansturm. Am Ende: fast alle STUZen weg, nur noch ein paar Linsen auf dem Teller übrig. Abbau. Bis nächstes Jahr – wenn dann auch jetzige Erstis mit an den Ständen stehen werden, um etwas zu präsentieren, woran sie glauben.
Das Ergebnis der OK-Arbeit am Ersti-Tag könnt ihr rechts anklicken und anschauen.




















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