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Stiftungsprofessur 2012 an Paläoanthropologe Schrenk

Der Frankfurter Professor Friedemann Schrenk ist neuer Inhaber der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur.

 

 

Friedemann Schrenk ist Mitglied des Direktoriums des Zentrums für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF), Frankfurt, und des Fachkollegiums Geologie-Paläontologie der DFG sowie Vorsitzender des Vorstands der Uraha Foundation Germany und Mitglied des Board of Trustees der Uraha Foundation Malawi. Ausgezeichnet wurde Friedemann Schrenk mit dem Grüter-Preis für Wissenschaftspublizistik des deutschen Stifterverbandes (1999), dem Forschungspreis des Collège de France, Paris (1997) und dem Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes (2006).

 

Die Mainzer Stiftungsprofessur ist herausragenden Wissenschaftlern und Persönlichkeiten von internationalem Renommee vorbehalten: Die Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur der Vereinigung der Freunde soll das Ansehen und die Attraktivität der Universität über die Landesgrenzen hinaus fördern und neue Akzente setzen. Als Nachfolger von Fritz Stern, Bert Hölldobler, Hans-Dietrich Genscher, Wolfgang Frühwald, Klaus Töpfer, Peter Ruzicka, Anton Zeilinger, Fritz Melchers, Jan Philipp Reemtsma, Karl Kardinal Lehmann, Angela D. Friederici und Gottfried Boehm wird somit auch im Jahr 2012 eine Persönlichkeit von internationaler Bedeutung nach Mainz kommen.

 

„Wie beeinflusst das Klima die Evolution und Entwicklung des Menschen? Unter dem Dach unseres Forschungszentrums ‚geocycles‘ suchen vier renommierte Mainzer Wissenschaftsinstitutionen nach Antworten auf diese und ähnliche Fragen. In Friedemann Schrenk hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen ausgezeichneten Ansprechpartner für diese wissenschaftlichen Fragestellungen gefunden. Die Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2012 wird somit erneut die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die JGU ziehen und damit maßgeblich zum Ansehen der Universität beitragen“, betont der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, „denn gerade Friedemann Schrenk ist hervorragend geeignet, wissenschaftliche Themen dem Publikum anschaulich und doch auf hohem Niveau zu vermitteln.“

Eingerichtet hat die „Vereinigung der Freunde“ die Stiftung „Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur“ aus Anlass des 600. Geburtstags von Johannes Gutenberg im Jahr 2000. Inhaber der Stiftungsprofessur waren der Kulturhistoriker und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Fritz Stern (2000), der führende Vertreter der Evolutionsbiologie und Pionier der Soziobiologie Bert Hölldobler (2001), der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (2002), der ehemalige Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Wolfgang Frühwald (2003), der ehemalige Exekutiv-Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) Klaus Töpfer (2004), der Komponist und Dirigent Peter Ruzicka (2005), der Wiener Experimentalphysiker Anton Zeilinger (2006), der Immunologe Fritz Melchers (2007), der Literatur- und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma (2008), Karl Kardinal Lehmann (2009), die Neuropsychologin und Kognitionswissenschaftlerin Angela D. Friederici (2010) und der Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Gottfried Boehm (2011).

 

Univ.-Prof. Dr. Friedemann Schrenk, 1956 in Stuttgart geboren, studierte Geologie, Paläontologie, Zoologie, Anatomie und Anthropologie in Darmstadt, Johannesburg und Frankfurt. Nach seiner Dissertation (1987) und Habilitation (1994) war er u.a. Leiter der Paläontologischen Abteilung am Hessischen Landesmuseum Darmstadt (1989 bis 1999) und stellvertretender Direktor (1992 bis 1999). Seit dem Jahr 2000 ist Schrenk Professor für Paläobiologie am Institut für Ökologie, Evolution & Diversität der Goethe-Universität und Leiter der Abteilung Paläoanthropologie am Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Paläoanthropologie, Biogeographie und Evolutionsökologie des Plio-Pleistozäns Afrikas (mit Geländearbeiten in Malawi, Tansania, Kenia und Uganda), Evolutions- und Funktionsmorphologie der Säugetiere, Uplift des Rwenzori-Gebirges und klimatische Auswirkungen auf Evolution der Gattung Homo.

Autor: 
Pressemitteilung Uni Mainz
Ressort:
Wissenschaft
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