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Wie wählt WI? - Wiesbadener Stadtanalyse zum Wahlverhalten

Wie viel Prozent der Wiesbadener gehen wählen, wer wählt wen, und wie hat sich das Wahlverhalten mit der Zeit verändert?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Stadtanalyse des Amtes für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik, deren Ergebnisse jüngst veröffentlicht wurden. Im Fokus der Analyse standen die Wahlbeteiligung und Stimmabgabe aller wahlberechtigten Wiesbadener Bürger von 1977 bis heute - so wurden auch Auffälligkeiten und Trends innerhalb dieser Zeitspanne sichtbar.  Unter anderem zeigt die Stadtanalyse:

 

Sinkende Wahlbeteiligung
Seit 1977 sinkt die Zahl der Wiesbadener, die den Weg zur Wahlurne antreten, kontinuierlich. Wo einst "wahltreue" Generationen für eine hohe Wahlbeteiligung sorgten, kommen jetzt "wahlmüdere" Generationen nach. Was diesen Trend angeht, ist Wiesbaden natürlich keine Ausnahme.

 

21-24-Jährige am wahlfaulsten
Die Wahlbeteilgung ist bei dieser Altersgruppe am geringsten, bei den 60-69-Jährigen hingegen am höchsten. Ansonsten gilt: Je älter, desto wahlbereiter.

 

CDU-Wähler: eher älter
Die meisten CDU-Wähler gehören der Altersgruppe 60+ an. Der Vorsprung zur jüngeren Wählerschaft hat sich über die Zeit hinweg sogar vergrößert. Die Partei fand in den letzten 30 Jahren bei Frauen mehr Zuspruch als bei der männlichen Wählerschaft.

 

SPD-Wähler: Zahl der Jungen steigt wieder
Während die Partei in den 80ern und 90ern bei Jungwählern eher unbeliebter wurde, ist in letzter Zeit wieder ein Anstieg der Sympathien zu beobachten. Generell hat die SPD allerdings keinen festen Altersschwerpunkt bei ihren Wählern. Sie wurde insgesamt wie die CDU eher von Frauen favorisiert.

 

Die GRÜNEN: nicht mehr nur bei der jungen Generation beliebt
Anfangs fanden die GRÜNEN mehr Zuspruch bei der jungen Generation - bei Mitte 30 war so ziemlich Schluss. Dieses Altersprofil hat sich mit der Zeit grundlegend verändert: Heute wählen auch die 35-44- (ab Ende der 80er Jahre) und 45-59-Jährigen (nach 2000) zunehmend GRÜN. Im Gegensatz zu den frühen Jahren wird die Partei jetzt stärker von Frauen favorisiert.

 

FDP-Wähler: werden jünger - und männlicher
Während die FDP bis vor zehn Jahren noch vor allem von der Altersgruppe der 45-59-Jährigen gewählt wurde, wird sie mittlerweile zunehmend von den 25-34-Jährigen unterstützt. Seit Anfang der 80er ist die Mehrzahl der FDP-Wähler männlich.

 

Die LINKE: In Wiesbaden eine "Männerpartei"
Auf drei männliche Wähler der Partei kommen lediglich zwei Wählerinnen. Ihr zuverlässigstes Klientel bilden die 45- bis 59-Jährigen; bei Erst- und Jungwählern hat sie in letzter Zeit an Rückhalt verloren.

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