Die fabelhafte Welt der STUZ
Unsere Auslandskorrespondenten Carmen in Peru und Michael in Island waren diesmal von ihrer
Umgebung so beeindruckt, dass beide ihre STUZ-Shirts nur hinter der Kamera einsetzten. Eine kleine Galerie. Die STUZ am Titicacasee von Carmen Schwartz // Endlich macht mein Bericht dem Titel mal alle Ehre. Und was geht mit einer Reise an den höchstgelegenen, für Schiffe befahrbaren See der Welt einher? Richtig, der Grenzübergang von Peru nach Bolivien. Der ist bei mir auch dringend notwendig, da ich mein Visum bis auf den letzten Tag ausgereizt habe. Ein Touristenvisum gibt's in Peru für höchstens 183 Tage. Danach muss schleunigst ausgereist werden, sonst heißt es Strafe zahlen. Auf 3.810 Metern angekommen, macht die Höhenluft schon mal übermütig, und mein Abenteuer beginnt mit einem Sprung ins kühle Nass (zehn Grad). Weiter geht's mit einer eineinhalbstündigen und höchst abenteuerlichen Bootsfahrt auf die Isla del Sol. Natur soweit das Auge reicht, meerblaues Seewasser und Stille, die höchstens von den unkontrollierbaren Ausrufen der Entzückung, die aus unseren offenen Mündern kommen, gestört wird. Oder vielleicht noch von den Kindern, die in peruanischer Karnevalsmanier aus allen Ecken gekrochen kommen und mit Wasserballons um sich werfen. Am nächsten Tag ist Copacabana dran, die Stadt, die eigentlich nur des nahe gelegenen Sees wegen bekannt und beliebt ist. Das wissen auch die Straßenkünstler und Frauen, die die für die Andenregion typische Kleidung herstellen und sich in jeder Ecke angesiedelt haben. Bolivien ist unglaublich billig - wir mieten uns in einem Hostal für einen Euro pro Person ein. Das Blöde daran ist nur, dass unsere Unterkunft, als wir sie nachts aufsuchen wollen, wie vom Erdboden verschluckt scheint. Nach ewigem Herumsuchen in der eigentlich wirklich kleinen Stadt finden wir es dann doch - lag wohl an den vielen Caipirinas für 1,50 Euro. Was folgt ist ein Abstecher nach La Paz, dem höchstgelegenen Regierungssitz der Welt. Bolivien ist nicht nur super, sondern auch ein Land der Superlative.








Die Nordlichter der Großstadt von Michael Eigster // Die ersten Clubs schließen ihre Türen. Vor den Hot-Dog-Ständen türmt sich das vom Alkohol benebelte, überstylte und frierende Partyvolk. Die Wenigsten schauen auf die nur einen Steinwurf entfernte Bucht hinaus. Dort, wo das Licht der aufgehenden Morgensonne die aus dem Wasser ragenden schneebedeckten Berge in ein fahles Purpur taucht. Nein, kein Auftakt für einen Roman, sondern ein beliebiger Morgen am Wochenende in Reykjavik - wenn das nasskalte Wetter es zulässt. Die Hauptstadt Islands bewohnen, die Vororte dazugerechnet, rund 200.000 Menschen; knapp zwei Drittel der Gesamtpopulation des Landes. Trotz ihrer bescheidenen Größe hat die „Rauchbucht", wie Reykjavik übersetzt heißt, viel zu bieten. Bars, Clubs, Kunstgalerien, Museen, Boutiquen, Theater, Konzerthallen und Modeateliers drängen sich dicht an dicht. In letzteren verbringen die Hauptstädter scheinbar die meiste Zeit. Ausgehen auf Isländisch sieht so aus: Auf zwölf Zentimeter hohen Absätzen stolzieren die Frauen im Minirock bei Minusgraden über vereiste Straßen. Die Männer kleiden sich, als hätten sie beim „Titanic"-Filmset die Garderobe der ersten Klasse geplündert. Allem Glitzern und Funkeln zum Trotz strahlt nichts so schön wie die gelegentlich über der Stadt auftauchenden Nordlichter. Wabernde Vorhänge aus blassgrünem Lichtregen schlängeln sich über den von Lichtsmog verseuchten Nachthimmel. Ein Schauspiel, dessen Schönheit mit nichts zu vergleichen ist. Und ein Schauspiel für das man mitten in der Nacht mit dem Auto in abgelegene Gegenden fährt, um es fotografisch einzufangen. Tiefere Einblicke und unverschämte Wahrheiten über Island gibt es auf www.eiseisbaby.de.
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