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Die Welt durch andere Augen sehen

Das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt zeigt die originellen Werke des spanischen Fotografen Chema Madoz unter dem Thema „The Object´s Dream“.

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Chema Madoz wurde 1958 in Madrid geboren. Schon während seines Studiums der Kunstgeschichte interessierte er sich für die Fotografie. Seit 1985 werden seine Arbeiten international ausgestellt und haben auch schon einige Preise eingeholt. Da liegt es nicht fern, dass einige seiner Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Fotografie Forum Frankfurt, der Kuratorin von Admira (Mailand), dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt und natürlich dem Studio Chema Madoz, ihren Weg nach Frankfurt finden.

Die 50 ausgestellten Fotografien zeigen den Alltag aus einem etwas anderen Blickwinkel. So sieht der Betrachter unter anderem ein Ahornblatt, das mit einem Text beschrieben ist, welcher auf einer Schreibmaschine erstellt worden ist. Oder eine Röntgenaufnahme eines Rückrates samt Schädel, dessen Gehirn mit einer Gewitterwolke ersetzt wurde. Oder eine Kerze, deren Flamme eine Feder ist. Außerdem zeigt Madoz eine Rose, deren Dorne durch Angelhaken ersetzt worden sind und einen zum Geschirrständer umfunktionierten Gullideckel. Dies sind nur einige Beispiele der kleinen, aber besonders für angehende Fotografen inspirierenden Ausstellung. Beeindruckend dabei ist, dass Medoz ein Freund der analogen Fotografie ist. Seine Werke sind nicht das Ergebnis eines digitalen Grafikers.

The Object's Dream - Fotografien von Chema Madoz
bis 29. August
Museum für angewandte Kunst, Frankfurt
www.angewandtekunst-frankfurt.de


Text: Daniel Dornhöfer
Fotos: Chema Madoz