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Es geht um Kreativität

Rettet die Träume! Eine einmalige Chance für angehende Filmemacher bietet der Kurzfilmwettbewerb "Alles nur geträumt!", im Rahmen dessen junge Rheinland-Pfälzer noch bis zum 1. August ihre Kurzfilme einreichen können. Die Macher der besten Streifen erwarten Preisgelder von insgesamt tausend Euro und ein Screening der Filme im September.

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von Eva Thöne // Ob das verliebte Skelett Jack in dem Kultfilm „Nightmare Before Christmas", das Chaosduo Wallace und Gromit oder die hysterischen Hennen in „Chicken Run" - Mit Stop-Motion-Technik tapsten sich in den letzten Jahren viele Filmfiguren abseits jeglicher digitaler Geschmeidigkeit auf ungelenk charmante Art in die Herzen der Kinozuschauer. „Wie durch Stop-Motion die Bewegungen skurril gebrochen werden können, das ist einfach faszinierend", schwärmt auch Florian Beyer. Im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres beim Kultursommer Rheinland-Pfalz organisiert der 21-jährige Berliner momentan den Kurzfilmwettbewerb „Alles nur geträumt", bei dem neben konventionell gedrehten Kurzfilmen speziell Stop-Motion-Filme ausgezeichnet werden. Mit dieser Filmtechnik wird nach dem Daumenkino-Prinzip jedes Bild einzeln aufgenommen, bei jeder Einstellung dürfen die Figuren nur um Millimeter bewegt werden - eine große Herausforderung bei den 24 Bildern pro Sekunde, die oft zu seltsam abgehakten Bewegungen führt.

Noch bis zum 1. August können alle zwischen 15 und 21 Jahren, die in Rheinland-Pfalz wohnen und/oder geboren worden sind, ihre Filme einreichen - in Stop-Motion-Technik oder konventionell gestaltet. Passend zum Kultursommermotto „Über Grenzen" soll es in den Beiträgen um die Gratwanderung zwischen Traum und Realität gehen. „Ob jemand von finsteren Albträumen erzählt, sich mit der Kamera Wunschträume ausmalt oder einfach bizarre Hirngespinste fantasiert -  die Filme sollen ganz allgemein fremde Welten thematisieren", erzählt Beyer. Neben dem besten Stop-Motion-Film zeichnet eine Jury aus Filmexperten die Beiträge in den Kategorien Beste Idee, Beste Kamera und Beste Darsteller aus, zudem wird ein Publikumspreis verliehen. Zu gewinnen gibt es Preisgelder von insgesamt tausend Euro.

„Um einen ersten Platz zu erreichen, braucht man keinerlei professionelle Ausstattung", meint Beyer. Gerade weil das Thema „Träumen" viel künstlerischen Freiraum biete, stehe nicht ein technischer Perfektionismus, sondern die Kreativität der Filme im Vordergrund. „Selbst mit einer simplen Handykamera kann man doch einen Film drehen, der viel tiefsinniger und spannender ist als ein perfekt inszenierter Actionthriller." Die Filmgeschichte gibt Beyer Recht - denn schließlich besitzt auch das Skelett Jack längst Kultstatus. Und das nicht trotz, sondern gerade aufgrund seiner charmanten Ungelenkigkeit.

 

Filmwettbewerb „Alles nur geträumt"

Der Filmwettbewerb zum Thema „Träumen" richtet sich an alle jungen Filmemacher zwischen 15 und 21 Jahren, die in Rheinland-Pfalz leben und/oder dort geboren worden sind. Die Beiträge sollten maximal vier Minuten lang sein.

Ausgezeichnet werden die Filme in den Kategorien Beste Idee, Beste Kamera und Beste Darsteller mit einer Siegerprämie von jeweils 200 Euro, in der Kategorie Bester Stop-Motion-Film mit 250 Euro. Zudem wird ein mit 150 Euro dotierter Publikumspreis verliehen.

Bewerbungsschluss ist der 1. August, ab dem 8. August kann man auf www.allesnurgetraeumt.de die Wettbewerbsbeiträge anschauen und bewerten. Dort finden sich auch Informationen zum Wettbewerb und zum Stop-Motion-Sonderpreis. Auch das Anmeldeformular steht hier zum Download bereit. Bei Rückfragen ist Florian Beyer unter florian.beyer@kultursommer.de  zu erreichen.

Fotos: Kim Sasse