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Bis(s) man(n) genug hat

Die Hysterie um die emotional verwirrte Bella und ihre Vampir- und Werwolf-Freunde bzw. -Feinde kann wieder beginnen. Seit 15. Juli läuft der neuste Teil der Filmreihe Twilight in den deutschen Kinos.

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von Daniel Dornhöfer // „Ah eine Liebesszene, ich bin mal eine rauchen!" Wer diese Einstellung vertritt und das Pech hat mit seiner Partnerin, deren Kalender voller roter Kreuze bis zu der Premiere des neuen Twilight-Filmes ist, in diesen Film zu gehen, der sollte sich dessen bewusst sein, dass er in den 121 Minuten Spielzeit sein komplettes Big Pack leer haben wird. Zugegeben, New Moon war schlimmer was den Herzschmerz und die Emotionen angeht, doch wird auch „Twilight: Eclipse" von der temporären emotionalen Verwirrung der jungen Bella dominiert. Und als ob die ganze Gefühlsduselei und die Rivalität zwischen dem Vampir Edward Cullen und dem Werwolf Jacob, die um Bella wetteifern als wäre sie eine Trophäe der Olympiade für übersinnliche Wesen, nicht schon genug wäre, sammelt sich in Seattle eine Armee von neugeborenen Vampiren, die ebenfalls scharf auf die allseits begehrte Trophäe Bella sind. Aufgestachelt wird die rücksichtslose Armee von der Vampirin Victoria, die sich für den Mord an ihrem Gefährten im ersten Teil, der ebenfalls scharf auf die Trophäe war, rächen will.

Menschliches Gefühlschaos und vampiristischer Blutdurst

Während in Seattle Menschen sterben oder verschwinden und unschuldige kleine Mädchen in Vampire verwandelt werden, macht Edward Bella einen Heiratsantrag. Jacob, der von dem Glück noch nichts weiß, erzählt Bella im Laufe des Filmes, dass er sie liebt und dass sie mit ihm die Option des, seiner Meinung nach, besseren Lebens hätte. Bella versinkt immer mehr im Gefühlschaos da sie feststellen muss, dass ihr Herz für beide schlägt. Eine Vision von Alice, einem Mitglied vom Cullen Clan, in der sie die Armee der Neugeborenen und ihren Blutdurst nach Bella sieht, befreit die Zuschauer erst mal von dem ganzen Geschnulze und bringt endlich ein wenig Spannung rein. Der Cullen Clan ist sich bewusst, dass er alleine Bella nicht vor den Neugeborenen schützen kann, der Grund ist unter anderem die Tatsache, dass sie sich nicht von menschlichem Blut ernähren, welches sie eigentlich wesentlich stärker machen würde. Deshalb sehen sie sich dazu gezwungen mit den Werwölfen ein Bündnis einzugehen um der Gefahr gewachsen zu sein.

Ein bisschen was für Vampirfreaks, ein wenig mehr für die schmachtende Mädchenseele 

Wie es zu erwarten war, ist auch der Teil der Twilightreihe ein Film speziell für die eine Zielgruppe: junge Mädchen, die von wahrer Liebe träumen und quietschen sobald sie den blassen Vampir Edward oder den muskulösen, braungebrannten Jacob sehen, und jedes Buch der Reihe mindestens einmal gelesen haben. Für jeden, der mit den Büchern nichts am Hut hat, ist der Film nicht zu empfehlen, außer man interessiert sich für Vampire. Denn in diesem Teil kommen auch Vampirfreaks etwas mehr auf ihre Kosten. Abgesehen von den Szenen der Armee der Neugeborenen und den Kampfszenen, bekommt man auch einen Rückblick davon gezeigt, wie es zu der Blutfete zwischen Werwölfen und Vampiren kam und wird außerdem Zeuge der Umstände wie Jasper und Rosalie Cullen zu Vampiren wurden. Auch Fans von Jodelle Ferland dürfen sich freuen, die 15-jährige Schauspielerin, die in „Silent Hill" in einer Doppelrolle (Sharon/Alessa) ihr großes Kinodebüt hatte, und unter anderem auch in „Seed", „The Messangers" und in einer Folge der Erfolgsserie „Supernatural" zu sehen war, ist hier mit von der Partie. In „Eclipse" schlüpft sie in die kleine Rolle des neugeborenen Vampirs Bree, die am Ende des Filmes dem gnadenlosen Volturi begegnet, nachdem sie von den Cullens verschont wurde.

Als Fazit bleibt nur wieder zu erwähnen, dass der Film weitestgehend uninteressant und unspektakulär ist, außer man gehört zu den oben genannten Gruppen. Ansonsten wird es ein langweiliger Kinoabend. Zuletzt noch eine Schweigeminute für alle Männer, die von ihren Frauen/Freundinnen in diesen Film reingeschleppt werden. Wir sind in Gedanken bei euch.

Foto: outnow.ch