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Alabama Moon
Von Alabama nach Alaska soll die reise gehen. Aber das Ziel heißt am Ende doch Freundschaft und Familie.
In der Wildnis
Als der 11-jährige Moon Blake (Jimmy Bennett) seinen Vater verliert ist er ganz auf sich alleine gestellt. Sein bisheriges Leben verbrachte er im Wald, abgeschottet von jeglicher Zivilisation. Ohne Elektrizität, fließendes, geschweige denn warmes, Wasser und sonstigem Schnickschnack. Seine Eltern flüchteten vor der Regierung und dem Gesetz, weil sie damit einfach nichts zu tun haben wollten. Sie ernährten sich von dem, was sie in der Wildnis fanden und fangen konnten. Kurz bevor er starb gab Moons Vater ihm den Rat, er solle andere Lebensgemeinschaften wie die ihre finden, am besten in Alaska. Doch als Moon diese Reise in antritt kommt ihm Officer Sanders (Clint Howard) in die Quere, der der Familie schon länger auf der Schliche war und bringt ihn in die nahe gelegene Jugendbesserungsanstalt. Dort nimmt er zum ersten Mal in seinem Leben eine warme Dusche und lernt gleichaltrige Jungs kennen, mit denen er schnell Freundschaften schließt. Schon von Anfang an plant der kleine Moon seinen Ausbruch aus der Anstalt und das würde ihm auch bald mit Hilfe seiner Kameraden gelingen. Zusammen mit seinen zwei Freunden, Hal (Gabriel Basso) und Kit (Uriah Shelton), zieht er sich wieder in den Wald zurück, aber bald rückt ihnen der patschige Officer Sanders wieder auf die Fersen. Sanders‘ Hund haut ihm auf der Suche nach den Ausreißern ab und er selbst verläuft sich aussichtslos. Moon nutzt seine cleveren Kenntnisse um den Polizisten auszutricksen und zu entkommt. Nachdem sich Hal von der Gruppe abspaltet um bei seinem alkoholabhängigen Vater zu leben, schlagen sich Kit und Moon alleine durch. Doch kurz darauf wird Kit schwer krank und Moon entschließt sich ihn zurück zu bringen um ihn mit Medizin zu versorgen, worauf er sich erneut in den Wald zurückzieht. Bald wird Moon klar, dass er nicht das Leben weiterführen will, dass sein Vater für ihn vorgesehen hatte, schon gar nicht, nachdem er erfahren hat, wie schön es ist Freunde zu haben. Bei dem Versuch Kit im Krankenhaus zu besuchen wird Moon zum wiederholten Male von Officer Sanders geschnappt, entkommt diesem jedoch wieder durch eine Ablenkung von Mr. Wellington (John Goodman), der Moon schließlich zu sich ins Haus nimmt um ihm zu helfen…
Sweet Home Alabama
„Alabama Moon“ basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Watt Key, der zusammen mit James Whittaker auch das Drehbuch geschrieben hat. Das Drama scheint zu Beginn eher wie ein Kinderfilm, doch wird schnell klar, dass Kinder nicht unbedingt die primäre Zielgruppe sind. Passende Countrymusikelemente wurden von Komponist Ludek Drizhal in den Soundtrack eingebaut, der dem Film den tollen Südstaaten-Touch verleiht. Auch die Bilder der Waldlandschaften schaffen ein schönes Ambiente.
Es finden sich jedoch auch einige unrealistische Dinge. Zum Beispiel reißen die drei kleinen Jungs bei ihrem Ausbruch aus der Jugendanstalt ein festgenageltes Dachblech ab, oder Hal, der mit dreizehn Jahren einen großen Schulbus fährt, als hätte er in seinem Leben nichts anderes getan.
Man muss allerdings sagen, dass besonders Uriah Shelton seine Rolle als Kit super spielt und aus diesem Film sicher noch gute Schauspieler hervorgehen werden. Nicht zu vergessen ist hier auch der renommierte John Goodman, der schon in der Fernsehserie „Roseanne“ spielte, als viele der jungen Sprösslinge des Filmes noch gar nicht geboren waren.
Das Drama „Alabama Moon“ bietet auf jeden Fall eine schöne Abwechslung zu den ganzen Hollywoodblockbustern, die man zurzeit in den Kinos zu sehen bekommt und ist einen Gang in die Videothek Wert.
Alabama Moon
Regie: Tim McCanlies (USA, 2009)
Spieldauer: 96 Min.
Sprache: Deutsch, Englisch
FSK: 12
Verleih: EuroVideo
DVD-Start: 13. Oktober 2011





















