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Aliensex
Anthony McCarten // Liebe am Ende der Welt // Diogenes // 22,90 Euro
Drei Teenager aus der amerikanischen Pampa, die atemberaubenden Aliensex hatten? Die Geschichte klingt absurd, aber eigentlich geht es in Anthony McCartens „Liebe am Ende der Welt“ dann darum, dass in Käffern wie dem Schauplatz Opunake ein wirklich privates Leben nicht möglich ist: Jede Liebe und jeder neue Einwohner werden brühwarm an Tante Ernas Abendbrottisch filetiert – so die Botschaft. Der Autor zeigt das an Charakteren mit gewisser komischer Tiefe wie etwa Phillip, der die vergammelte Bibliothek wieder aufbauen soll (eine Chance für den Autor, seine Belesenheit zu beweisen, die er etwas zu verbissen nutzt) und schließlich das Rätsel löst. Die Geschichte dreht sich währenddessen im Munde der ländlichen Gemeinde mit vermeintlichen Beweisen und partiellen Dementis der jungen Damen solange im Kreis, bis die Enthüllung am Ende selbst das Opfer nicht mehr überzeugt. McCartens Stil ist dabei leichtgängig und unterhaltsam, ohne im Seichten unterzugehen: kein multipler Orgasmus, aber durchaus befriedigend.















