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Aus dem Nichts

10 Tage lang wird es in der Gaustrasse eine Kunstausstellung mit Musik und Schnack geben. Danach wird sie so schell wieder verschwinden, wie sie gekommen ist. 

 

Pop-Up, also auftauchen und wieder verschwinden, ist die neue Idee vom Kiezbaum. Kiezbaum, was war das genau? Richtig, jene Mainzer und Wiesbadener die den Cider hierorts zu einem Szenegetränke unter Studenten und Junggeblieben machten. Mittlerweile gibt es ihn in Kneipen, Bars und Kioskläden zu kaufen. Jetzt haben sich die drei Gründer eine neue Idee in den Kopf gesetzt, zehn Tage lang, vom 20. Februar bis zum 1.März, wollen sie einem leeren Raum unter dem Motto „Kunst-Kiez-Kultur“ nutzen.

 

Gestern wurde eine gelungene Vernissage gefeiert, bei der die Werke Iron Monkey (Andreas Pistner) präsentiert wurden. Sie werden die gesamte Zeit dort zu sehen sein. Für die einzelnen Abend sind weiter Programmpunkte geplant. Unter anderem werden die Wiesbadener Singer-Songwriterin Coco und die Elektro Blues-Band Colours für musikalische Untermalung sorgen. Am Samstag, Dienstag und Freitag wird es eine Open Stage geben, dass heißt jeder der sich dazu berufen fühlt seine Kunst nach außen zu tragen, sollte nicht mit Zurückhaltung glänzen. 

 

„Das Pop-Up soll ein Event mit geringer Halbwertszeit sein“ erklärt Sebastian Grüner, einer der Initiatoren. Pop-Up soll für den spontanen und flüchtigen Charakter der Veranstaltung stehen. Wenig wurde im Vorfeld geplant um die künstlerische Freiheit für die Abende hochzuhalten. Die Organisatoren haben sich kein Designeratelier gemietet, sondern sich bewusst für den leerstehenden Raum in der Gaustrasse entschieden, der zwar nicht besonders groß ist, dennoch Freiheiten zur Nutzung bietet. Ganz abgesehen davon, dass er der Veranstaltungen seinen eigenen Charme verleiht. Grüner und seinen Kollegen geht es darum, dass den Leuten eine Alternative zum routinierten Alltag geboten wird. „Dadurch können individuell positive Überraschungen und Inspiration entstehen“, meint Grüner. 

 

Ähnlich wie bei ihrem Cider wollen sie neue Ideen selbstständig ausprobieren, dass das mit einem finanziellen Risiko einher geht ist ihnen bewusst. „Bei Start-Ups finanziert sich anfangs sowieso nichts, weswegen man mit solchen Versuchen ganz entspannt umgehen kann“, heißt es von Seiten der Initiatoren. Ob es weitere Veranstaltungen dieser Art geben wird, hängt von dem ersten Testversuch ab. Sollte es sich als erfolgreich erweisen sind Grüner und seine Kollegen nicht davon abgeneigt weitere Pop-Ups für kurze Zeit an anderer Stelle auftauchen zu lassen.

 

 

WTF:

Öffnungszeiten: Wochenende ab 15 Uhr, Wochentags ab 18 Uhr, Montags zu

Ort: Gaustrasse 67, Mainz

Das komplette Programm findet ihr hier.

 

 

Autor: 
Tobias Siebert
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