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Baby's in Black
Arne Bellstorf // Baby‘s in Black // Reprodukt // 20 Euro
1960. Die Hamburger Subkultur kleidet sich ihrem französischen Vorbild gemäß in Existentialistenschwarz und labt sich in dunstigen Jazzkellern an ihrer Melancholie. Als zwischen den Stripbars und halbseidenen Gestalten der Großen Freiheit plötzlich fünf noch grünschnäblige Beatles zum Geheimtipp im Musikclub Kaiserkeller avancieren, wo sie jede Nacht ihren wie aus einer anderen Welt stammenden „hippy hippy shake“ dudeln, wird die junge Fotografin Astrid Kirchherr nicht nur von der energetischen Wucht des Rock‘n‘Roll mitgerissen, sondern verliebt sich obendrein in den Beatles-Bassisten Stuart Sutcliff e. Der Rest der Geschichte dreht sich um die rasch entstehende Liebesbeziehung, die im April 62 durch den abrupten Tod Stuarts jäh beendet wird, und bietet nebst belanglosen Dialogen wenig bemerkenswerte Handlungselemente. Die visuelle Stärke des eigenen Mediums nutzt das Graphic Novel in seiner hier dokumentarischen Funktion dagegen meisterlich aus, vermitteln Bellstorfs Zeichnungen, die Hamburg und seine Figuren in harte Kontraste und permanenten Zigarettenqualm hüllen, doch ein atmosphärisches Bild einer Zeit.















