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CineStar Mainz: Tarifverhandlung abgebrochen

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen konnte am Montag den 25. Juni keine Einigungen zwischen Tarifkommission, ver.di und dem Arbeitgeber „Greater Union Filmpalast GmbH“ erzielt werden. Einen neuen Termin gibt es nicht und weitere Warnstreiks sind damit wahrscheinlich.

 

Das Angebot von Arbeitgeberseite ist klar: Einstiegsstundenlohn während der ersten sechs Monate  Probezeit soll von 6,81 Euro auf 8 Euro aufgestockt werden, danach noch einmal auf einen Stundenlohn von 8,25 Euro für operative Servicekräfte. Alle anderen Beschäftigungsfelder wie Techniker und Vorführer sollen nur geringfügig erhöht werden. Ebenen- und Teamleiter sollen einen Funktionszuschlag bekommen und künftig 10 Euro in der Stunde verdienen. „Die angebotenen Beträge liegen weit unter unseren Forderungen. Laut Arbeitgeber ist dieses Angebot die Grenze des Finanzierbaren, weshalb es auch nicht mehr verbessert werden kann“, heißt es in der Pressemitteilung der Tarifkommission vom 26. Juni. Jochen Wulf, Theaterleiter im CineStar Mainz, äußerte sich schon in einem Interview wenige Tage vor der zweiten Verhandlungsrunde zu den Forderungen der Kommission, die einen Einstiegsstundenlohn von bis zu 9,20 Euro forderte: „Die Forderungen nach bis zu 66 Prozent mehr Lohn sind jedoch leider für das CineStar Mainz, insbesondere vor dem Hintergrund, dass in diesem Jahr eine hohe siebenstellige Summe für die notwendige Renovierung des Standorts investiert werden muss, wirtschaftlich in keiner Weise darstellbar.“
Auch in der Debatte um bessere Arbeitsbedingungen konnten keine Ergebnisse erreicht werden: 24 Tage bezahlten Urlaub und eine Jahressonderzahlung von 500 Euro.

 

Die Tarifkommission bringt in ihrer Pressemitteilung den Verhandlungsausgang auf zu folgendem Schluss: „Als Gesamtbewertung mussten wir allerdings feststellen, dass weder das Entgeltangebot noch die Vorstellungen der Arbeitgeber zum Manteltarifvertrag einigungsfähig sind, gerade weil die Arbeitgeber eine Verbesserung ihres Angebots ablehnen. Jetzt müssen die Beschäftigten bewerten was sie von diesem Angebot halten.“ Das könnte mitunter weitere Streiks bedeuten.

Autor: 
Johannes Kraus
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