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Courage im Cafe

Seit etwa 2 Monaten schafft die junge Mainzer Künstlerin Janette Arisa ihren eigenen Arbeits- und Ausstellungsraum im ehemaligen „Café am Fischtor“ in der Mainzer Altstadt.

 

„Es ist doch so, dass die meisten Hauseigentümer einfach Angst haben, sobald die Anfrage eines Künstlers reinkommt. Die denken, ein Atelier bedeutet Randale, brennende Skulpturen oder so. Da holen sie sich lieber den X-ten Dönerladen ins Haus.“ Die junge Frau sitzt auf der Fensterbank ihrer Galerie „Prototyp“, um sie herum lehnen Bilder und Rahmen an den Wänden - es wird gerade umgebaut. Janette Arisa hat es geschafft: Dank eines glücklichen Zufalls können die großzügigen, aber doch renovierungsbedürftigen Räumlichkeiten am Fischtor fürs Erste von ihr genutzt werden. „Natürlich nur solange bis ein solventer Mieter anklopft, der 15 Euro pro qm zahlt“, konstatiert sie. Sie mag es hier, wo es nicht „aalglatt“ ist. Ein Raum mit Ecken und Kanten könne mit der Kunst interagieren: „Damit es spannend bleibt.“

 

Arisa arbeitet vor allem mit Acryl auf großformatige Leinwände. „Schon deshalb brauche ich einfach entsprechend Platz, damit ich mich ausbreiten kann.“ Ihre Arbeiten sollen daher immer zu sehen sein, ob fertig oder unfertig. Derzeit gastieren unter dem Motto „Artists for Earth“ ebenfalls Werke anderer Künstler in der Galerie. Es gebe kein starr festgelegtes Konzept, erklärt Arisa, „aber wenn jemand durchs Fenster sieht, dass ich gerade da bin und zu mir reinkommen möchte, dann freue ich mich.“ Und das können neugierige Besucher genauso sein wie neugierige Künstler, auf der Suche nach einem Ort, wo sie ihre Arbeiten präsentieren können. Und so kann Janette Arisa sich auch vorstellen, neben ihrer Kunst irgendwann wieder Kaffee im ehemaligen Café anzubieten.

 

 

 

Galerie "Prototyp"

Rheinstraße 31

 

 

Fotos: Jennifer Schneider

Autor: 
Mariana Schneider
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Galerie: 
Janette Arisa in ihrer Galerie
Galerie/Atelier
Arisa neben zwei ihrer großformatigen Akrylarbeiten