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Dein Platz in der Buchbranche?

Wie um Himmels Willen soll man als geneigter Studi nur den Einstieg in die Buchbranche schaffen? Wo anfangen? Wo nachfragen? Um solche Fragen zu beantworten, arbeiten die Buchwissenschaftsstudentinnen Norsin Tancik und Rebekka Kirsch an der Online-Plattform „BuchKarriere“ mitTipps und Tricks für den Einstieg in die Branche.

 

„Siehst du die Augenringe?“, fragt Norsin Tancik und fängt an zu lachen. Kein Wunder, dass sie müde zu sein scheint. Nach den ereignisreichen und turbulenten Wochen hat sie sich ja eigentlich mal eine kleine Pause verdient, doch nichts da. Im letzten Monat ging ihre Plattform für die Buchbranche unter dem Namen „BuchKarriere – Dein Platz in der Buchbranche“ online.
Bereits im November des vergangenen Jahres hatte die 26-jährige Buchwissenschaftsstudentin aus Mainz, die gerade auch noch an ihrer Magisterarbeit schreibt, diese Idee. Grund war vor allem ihr bald bevorstehender Studienabschluss und die ihr zu Ohren gekommenen Probleme der Berufseinsteiger. Darunter fielen fehlende Bezahlung, monatelange Jobsuche und fehlende Betreuung in der Buchbranche. Ständig hörte Norsin von jungen Berufseinsteigern den Satz: Bezahlt uns doch mal!
An diesem Punkt wurde Norsin bewusst, dass der Buchbranche etwas Entscheidendes fehlte: eine umfassende Kommunikationsplattform zwischen Arbeitgebern in den Verlagen und jungen Berufseinsteigern. Mit einer anderen Buchwissenschaftlerin aus Erlangen, Rebekka Kirsch, die sie via Twitter und später dann auch im realen Leben kennenlernte, will sie endlich für Transparenz auf dem Arbeitsmarkt sorgen.

 

Ziel der BuchKarriere sei es, sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer anzusprechen und vor allem auch den Austausch beider Zielgruppen zu ermöglichen. Hilfe sollen insbesondere Berufsanfänger erhalten. Es werden Tipps zur Bewerbung, eine Jobbörse sowie ein Verlagsranking veröffentlicht. Dieses Jahr fand bereits eine Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse statt. „Verlage mit den besten Bewertungen sollen dafür auch einen Preis erhalten“, sagt Norsin. Bewertet werden unter anderem Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen und Vergütung.
Dieses Jahr belegte der Thienemann-Verlag den ersten Platz. Mit fairen Arbeitsbedingungen, guter Vergütung der Praktika sowie Weihnachtsgeldern für Volontäre erfreute sich dieser besonderer Beliebtheit. „Das Verlagsranking soll aber nicht zu einem negativen Image eines Verlages führen“, so Norsin. Alarmierende Ergebnisse werden vor der Veröffentlichung dem betroffenen Unternehmen vorgelegt. Das Interesse des Verlags, sich sowohl über den Ruf des Unternehmens als auch über die Arbeitssituation von Praktikanten und Volontären bewusst zu werden und eventuell daran etwas ändern zu können, soll auch gestillt werden.

 

Die Homepage ist aber noch lange nicht fertig. „Wir sind beide sehr perfektionistisch veranlagt und haben solange keine Ruhe, bis BuchKarriere perfekt ist.“ Ein Glück, dass sich die beiden Buchwissenschaftlerinnen ergänzen und als Team harmonieren. „Die Lücken, die ich in meinem Wissen habe, die deckt Rebekka ab und umgekehrt“, erzählt Norsin erfreut. Rebekka übernimmt viele Arbeiten mit Statistiken, während Norsin an Grafiken feilt – im Programmieren ergänzen sich beide. Ein bisschen Hilfe von außerhalb haben sie sich aber doch geholt. Eine befreundete Grafikerin übernahm beispielsweise das Logo des Portals. Das Ranking und die Jobbörse werden von Informatikern programmiert. Das Verlagsranking, die Jobbörse und auch Mobile-Apps werden von den beiden innerhalb der nächsten Wochen in Angriff genommen. Die Nutzer können also kommen.

Autor: 
Sarah Umla
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