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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Pedanten haben im Allgemeinen keinen guten Ruf. Worte wie Spießbürgertum, Langeweile oder Kleingeistigkeit schießen vielen Menschen bei diesem Begriff direkt durch den Kopf. Aber manchmal kann es durchaus von Vorteil sein, den kleinen Pedanten aus sich heraus zu locken. Ein Angebot, das der überkorrekte, kleine Kerl sich wohl nicht entgehen lassen wird, ist das Spiel „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“.  

 

Denn in dem Spiel zur erfolgreichen Sachbuchserie von Bastian Sick ist sprachliche Präzision gefragt. Ein Mitspieler liest einem anderen einen Satz  aus einer Kategorie wie Wortherkunft, Fürwörter oder Bindewörter vor, und dieser muss einschätzen, ob dieser Satz nun grammatikalisch korrekt ist. Ein solcher Satz aus der Kategorie „Wortwahl“ lautet beispielsweise: „Der kleine Philip begleitet den Mannschaftskapitän aufs Spielfeld. Er ist ein ‚Anlaufjunge‘.

 

Bei einer falschen Einschätzung erhält der Vorlesende die Karte, bei richtiger Beantwortung bekommt der Gefragte eine Karte und schlüpft in die Rolle des Vorlesenden. Die Anzahl der Runden des Spiels ist dabei abhängig von zuvor ausgelegten Rundenkärtchen.  Ziel des Spiels ist es, am Ende die meisten Satzkarten gesammelt zu haben und so dem inneren Pedanten einen triumphalen Moment zu verschaffen.

 

Und solange man nicht anfängt, seine Freunde beim Ausgehen hinsichtlich ihres unkorrekten Kasusgebrauches zu tadeln, kann man dieses Spiel doch gut empfehlen. Übrigens ist der eben erwähnte Satz nicht korrekt. Es müsste laut Duden „Auflaufkind“ heißen.

 

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Kartenspiel, Kosmos
Alter: ab 12  Jahren
Anzahl der Spieler: 2-5
Spielzeit:  20-30 Minuten
Rubrik: Gesellschaftsspiel
Preis: ca. 6 Euro
 

Regelverständnis: 4 von 5 Würfeln

Denkanspruch: 4 von 5 Würfeln

Ausstattung: 4 von 5 Würfeln

Spielspaß: 3 von 5 Würfeln

 

 

Autor: 
Amelie Pluschke
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