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Die Kulturkurse kommen

Das Freizeitangebot an der Uni Mainz wird ausgebaut. Also kommen doch eher die Freizeitkurse?

Wenn man über den Campus läuft, fällt auf, dass jedes schwarze Brett voll mit Kursangeboten ist. Es gibt anscheinend viele Leute, die ihr Talent teilen möchten und gerne Gitarren- oder Sprachunterricht geben würden. An der Uni Mainz gibt es endlich eine Plattform für das vielfältige Freizeitangebot. Doch was genau sind Kulturkurse? „Die Idee, müssen wir gestehen, kommt aus Hamburg“, sagt Max von Campus Mainz. Gerade wird das Kulturkursprogramm für das Wintersemester 2014/15 von einer Arbeitsgruppe, die extra gegründet wurde, geplant. Die Kulturkurse richten sich an alle Kursleiter und bieten sich als Plattform sowohl den Erfahrenen als auch den Unentschlossenen an. So erhalten sie die Chance sich auf das zu konzentrieren was sie wirklich machen wollen und Campus Mainz übernimmt den Rest. Alles rund um Bürokratie, Organisation und Werbung wird von der Kulturkurskoordinatorin Sandra arrangiert. Das alles ist „von Studierenden für Studierende“, sagt sie. Es richtet sich an Studierende, die ihre Unizeit mit mehr als nur Vorlesungen und dem Sportprogramm füllen möchten. Jeder, der etwas besonderes kann oder ein Talent hat, kann einen Kurs für seine Kommilitonen anbieten. Die bisherige Planung verspricht ein abwechslungsreiches Angebot: Kurse in Theater, Kalligrafie, Rhetorik, Fotografie, Business English, Mediengestaltung, Kunst und Gitarre sind geplant. Doch in welchem Zusammenhang steht dabei die „Kultur“? Nicht alles, was in der Freizeit stattfindet, ist gleich Kultur. Laut Sandra wurde der Name aber einfach aus Hamburg übernommen und soll nur den kulturellen Schwerpunkt aufzeigen. Bis Mitte September kann man sich noch als Kursleiter melden und seine Idee vortragen. Das endgültige Programm erscheint dann Mitte Oktober.

 

Die Teilnehmer können sich ab dem 20. Oktober, während der Erstiwoche, für die Kurse anmelden. Diese starten dann im November und enden zwei Wochen vor Semesterende. „Damit genug Zeit zum Lernen für die Klausuren bleibt“, erklärt Max. Für den Anfang sind zehn semesterbegleitende Kurse geplant. Sie finden wöchentlich statt und integrieren sich so in den Stundenplan. Insgesamt besteht ein Kurs aus etwa 10 Sitzungen. Sandra rechnet mit 9 bis 15 Teilnehmern pro Kurs, über die sich auch die Gagen der Kursleiter finanzieren. Ein Kurs wird voraussichtlich 29 Euro kosten. Alles weitere, die Organisation und Werbung, finanziert Campus Mainz selbst.

 

Laura, weiteres Mitglied der Arbeitsgruppe, wünscht sich für die Zukunft, „dass das Programm wächst und gedeiht“. Für den Anfang wird ein kleines, überschaubares Angebot angestrebt. In Hamburg gibt es je Semester schon an die 100 Kurse – davon ist die Uni Mainz noch weit entfernt. Doch zumindest werden erste Schritte in die richtige Richtung gemacht. Vorstellbar wäre zum Beispiel ein breiteres Angebot an Theaterkursen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wenn talentierte Studierende ihre Unsicherheit verlieren und mehr Kurse anbieten, sollte es kein Problem sein, das Interesse der Anderen zu befriedigen. Erstmal ist abzuwarten, wie das neue Projekt angenommen wird.

Weitere Infos auf: www.campus-mainz.net/kulturkurse

Autor: 
Jill Franzmann
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