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Doch kein Verriss
Keane – Strangeland // Island/Universal // VÖ: 04.05.12
Seit diesem Monat gib es was Neues von Keane. Die britische Band veröffentlicht mit „Strangeland“ ihren vierten Longplayer. Bei der Auswahl der Songs taten sich die Jungs schwer. Um die Entscheidung leichter zu machen baten sie sogar Freunde um Hilfe, und jeder der Band durfte für seine Favoriten „Plädoyers“ halten. Am Ende haben es 12 Songs auf die Platte geschafft.
Zuerst dachte ich, einen bösen Verriss über das Album schreiben zu müssen. Ich war anfangs sehr enttäuscht von den Songs, da sie sich nicht nach den Keane anhörten, die man von ihrem ersten Album „Hopes And Fears“ kennt. Ich muss allerdings zugeben, dass mir die CD immer mehr ans Herz gewachsen ist je öfter ich sie gehört habe. Man muss einfach lernen, nicht mit dem ersten Album im Hinterkopf an das neue ranzugehen. Zwar kommt „Strangeland“ nicht annähernd an das Debütalbum der Band ran, doch findet man auch hier die typischen Klavierriffs. Keane haben sich weiterentwickelt und ihren Stil immer etwas verändert. Die Stimme des Sängers Tom Chaplin ist allerdings das entscheidende Wiedererkennungsmerkmal.
Die aktuelle Single aus dem Album, „Silenced By The Night“, hat diesen Keane-Klang, wie man ihn schon von den vorherigen Alben kennt. Auch „Sovereign Light Café“ oder „You Are Young“ zeigen, dass sich die Bands in gewissem Sinne treu geblieben ist. Ausgefallene Synthie-Sounds, die man auch auf dem letzten Ablum „Perfect Symmetry“ zu hören bekam, erklingen in „Neon River“ und „Day Will Come“, die etwas Leben in das Album bringen. Die Balladen wirken hingegen teilweise zu langsam, so zum Beispiel „Sea Fog“, der letzte Track. Die verträumte Stimme des Sängers klingt darin fast einschläfernd. „Watch How You Go“ dagegen ist eine der sehr gelungenen Balladen und kann sich durchaus hören lassen.
Alles in Allem ist das Album gut anzuhören, kann aber auf lange Dauer etwas eintönig und langweilig erscheinen. Trotzdem aber ein gelungenes Werk und perfekt zum Autofahren!

















Kommentare
Schönes Cover, das!