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Ein autobiografisches Interviewexperiment – „So nahe so fern“

In der Reihe „Hessische Filmemacher stellen sich vor“ präsentierten die Regisseure Otmar Hitzelberger und Scotch Maier am 27. Mai im Murnau-Filmtheater die Premiere ihres Films „So nahe so fern“ – ein autobiografischer Film über Berlin und Deutschland.

 

72 Minuten gefüllt mit Augenblicken aus dem Alltag neun interessanter Menschen, die den Zuschauer ein bisschen in ihren Erinnerungen und Heimatstädten spazieren führen. Der eigentliche Hauptdarsteller ist aber Co- Regisseur Scotch Maier, der kein einziges Mal vor der Kamera zu sehen und nicht nur deswegen schwer zu erkennen ist.

Die hessischen Filmemacher und langjährigen Freunde Otmar Hitzelberger und Scotch Maier präsentieren neben einem bunten Themenstrauß, der aus guter Wurst, Berlin, Integration, Thyssen Krupp, Mauerfall und Erlebnissen aus dem Leben eines Clowns besteht, auch Versprecher und Denkpausen in „So nahe so fern“. Eine angenehm ungewohnte Wirklichkeit, ein Film ohne Schauspieler - ein Protagonist, den man nie zu Gesicht bekommt.
Leicht verwirrend ist das autobiografische Interviewexperiment, das übrigens durch die ausbezahlte Lebensversicherung Scotch Maiers finanziert wurde. Nach einer passenden Schublade für den Film sucht man auf jeden Fall vergeblich.

 

 

Autor: 
Teresa Onißeit
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