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Eine Mainzer Debütantin

Mit 16 Jahren veröffentlichte Marlene Vahl letztes Jahr im Oktober ihren DebütromanEine Couch für Drei. Ein Wunderkind? Eher nicht.Marlene lebt in der Mainzer Neustadt und geht in die elfte Klasse des Rabaunus-Maurus-Gymnasiums. Die STUZ traf sich mit ihr auf einen Kaffee.

  

STUZ: Du bist ja ein paar Jahre jünger als deine Protagonisten. Wie bist du denn auf die Geschichte gekommen?

Marlene Vahl: In den Sommerferien vor eineinhalb Jahren habe ich mit meiner Familie eine Fahrradtour gemacht. Dabei sind wir an einem Café vorbeigekommen, in dem sich ein Pärchen unterhalten hat. Und da die Fahrradtour ziemlich lang war, hatte ich genügend Zeit, mir zu überlegen, wie die Geschichte des Pärchens wohl weitergehen könnte.

 

STUZ: Und warum Paris? Und eine Zwangsheirat?

Marlene Vahl: Ich wollte keine klassische Liebesgeschichte schreiben. Damit die ganze Geschichte nicht zu flach wird, habe ich noch ein ernstes Thema behandelt. Paris habe ich gewählt, weil ich mir die Stadt magisch, lebhaft und verspielt vorstelle. Allerdings war ich noch nie dort.

 

STUZ: Immerhin gilt Paris ja auch als sehr romantische Stadt. Würdest du dich als romantisch bezeichnen?

Marlene Vahl: Romantisch bin ich eigentlich schon, aber ich mag keinen überladenen Kitsch.

 

STUZ: Gab es irgendwelche Reaktionen auf dein Buch? Was haben zum Beispiel deine Mitschüler gesagt?

Marlene Vahl: Am Anfang habe ich das Buch geheim gehalten, denn ich wollte nicht angeben. Als sie es dann doch erfahren haben, haben die meisten positiv reagiert. Ein paar meiner Mitschüler haben sich meinen Roman sofort gekauft. Im Großen und Ganzen fanden sie ihn gut, aber manche meinten auch, dass das noch ausbaufähig ist.

 

STUZ: Wenn man mit 16 Jahren seinen Debütroman veröffentlicht, dann bietet sich eine Karriere als Schriftstellerin an. Ist dies denn auch dein beruflicher Wunsch für Zukunft?

Marlene Vahl: Also ich möchte auf jeden Fall mein Leben lang Romane schreiben, aber eigentlich würde ich Journalistin werden. Ich bin mir aber noch unsicher, was ich dafür studieren soll. An erster Stelle steht jetzt erst mal ein erfolgreiches Abitur.

 

STUZ: Was sagen deine Eltern dazu?

Marlene Vahl: Meine Eltern unterstützen mich zu hundert Prozent. Mein Vater hat ja sogar die Initiative ergriffen und mein Manuskript eingeschickt. Allerdings sind meine Eltern der Meinung, dass ich auf mehreren Gebieten tätig sein sollte, denn auf Dauer würde ich in einem eintönigen Beruf nicht glücklich werden.

 

STUZ: Dein Roman endet mit einer Hochzeit zwischen den beiden jungen Studenten Amélie und Jean. Quasi der Höhepunkt einer romantischen Liebesbeziehung. Würde für dich eine Hochzeit mit zwanzig Jahren auch in Frage kommen?

Marlene Vahl (lacht): Mal sehen, was kommt. Aber ich denke, ich würde eher noch ein bisschen warten.

 

Hier geht's zur Rezension des Buches

 

Autor: 
Meike Hickmann und Laura Brechmann
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Marlene Vahls Debutroman "Eine Couch für Drei"
Marlehne Vahl mit ihrem Buch "Eine Couch für Drei"