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Elektro nach Belieben

TripAdLib sind die Mainzer Newcomer der Elektroszene – und ihrem Sound zufolge potentielle „Best Dance“-Grammy-Gewinner von Morgen. Seinen Musikstil stuft das Trio irgendwo zwischen Detroit-Elektro und French-Sound ein. Tanzbar, jedem Publikum individuell angepasst.

 

STUZ: Eure Einstellung in einem Satz.
TripAdLib:
Wir haben Bock, geile Mucke zu machen.

 

Wann habt ihr mit eurer „geilen Mucke“ angefangen?
Schon als Kinder. Aber wirklich angefangen, in einer Band zu spielen, haben wir erst 2012. Unseren ersten Gig hatten wir im März 2013. Bis dahin haben wir sehr viel ausprobiert und versucht, uns musikalisch zu finden.

 

Was heißt „ausprobiert“?
Wir wussten auf jeden Fall, dass wir irgendwas mit Elektro machen wollen. Zwei von uns sind Brüder. Dominik und Patrick haben schon lange Musik zusammen gemacht, später kam Josef dazu Vermutlich sind es Leute, die gerne Elektro und Techno mögen, aber auch die Atmosphäre einer Live-Performance schätzen.

 

Euer Logo ist sehr abstrakt.
Unser Logo steht für die Anfangsbuchstaben des Bandnamens. „Trip“ ist Englisch und bedeutet auf Deutsch „Trip“ oder„Reise“. „Ad Libitum“ steht in der Musik für „nach Belieben“. Wir möchten unseren Zuhörern keine konkrete Interpretationsanleitung vorgeben, was mit unserer Musik gemeint ist, sondern ihnen Freiheit gewähren, selbst zu interpretieren.

 

Laut eurer Beschreibung gebt ihr euer Publikum in eine „dionysische Welt“- wtf?
Wir haben das mittlerweile aus unseren Infos rausgenommen, weil wir uns unsicher waren, wie und ob die Leute das verstehen. Klingt halt fast akademisch– zwei von uns studieren ja auch Musik. Aber an sich war unsere Grundidee, dass wir live auf der Bühne improvisieren. Dabei sollte die Musik immer tanzbar sein und einen eigenen Stil bedienen. Vor allem wollten wir uns die Freiheit lassen, auf die Leute spontan reagieren zu können. Ohne Samples kann man eine ganz eigene Dynamik, eine individuelle Intensität kreieren. Das Ganze wird getoppt, indem wir keine Vocals, also keinen Sänger haben, an den wir uns musikalisch binden müssen.

 

Wie funktioniert dann die Kommunikation auf der Bühne?
Improvisation war die Basisidee. Leider geht das nicht hundertprozentig. Wir mussten feste Strukturen einbauen. Aber wir versuchen nach wie vor, die Idee der spontanen Komposition umzusetzen, indem wir Soundeffektbearbeitung reduziert halten und unsere Auftritte interaktiv mit Visuals untermalen. Das ist ein wichtiges Konzept. Deshalb haben wir uns auch Fuzzel und Marcel vom Studio WAAAS dazu geholt.

 

Was ist also euer Hauptziel?
Dass die Leute hauptsächlich unsere Musik wahrnehmen, aber gleichzeitig auch visuell angesprochen werden. Man sollte sich wie in einer Art Rauschzustand komplett der Musik und den Lichteffekten hingeben dürfen. Eine Art Ekstase. Daher übrigens auch die Assoziation zu „dionysisch“.

 

Was unterscheidet euch von anderen Künstlern?
Wir sehen uns nicht als eine Band, die ein Konzert spielt. Unsere Zielgruppe sind vor allem feierwillige Leute. Diese wollen wir mit unseren Klängen mitnehmen. Da wir keine Breaks zwischen den Songs haben, sind wir zwar mit der Rolle eines DJs vergleichbar, bemühen uns aber um eine Bandatmosphäre. Unser Stil klingt ebenfalls ähnlich wie jener eines DJs, aber es bleibt eine reine Live-Performance, im Hintergrund mit Projektionsflächen, die mit unserem Stil im Namen und in der Musik harmonieren.

 

Das Album heißt „CXXVII“.
Der Name spiegelt unser Konzept, denn man kann mit den römischen Zahlen unser Dreiecks-Logo nachbauen. Die Zahl 127 steht für das Tempo unserer Tracks auf dem Album. Das Coole ist, dass auf der Platte unsere ersten Kompositionen sind, die unsere Entwicklung gelungen wiedergeben. Normalerweise komponieren Künstler eine Auswahl von über zwanzig Songs. Laut Feedback war das bei unserem Sound nicht nötig, worauf wir ein bisschen stolz sind.

 

Wer sind eure Vorbilder?
Das Genre des OrganicElectro ist relativ neu. Aber Inspiration finden wir unter anderem beim„BrandBrauerFrick Ensemble“ und „Elektro Guzzi“. Die spielen teilweise zwar mit Samples, haben aber trotzdem ein ähnliches Konzept wie wir. Aber auch andere Genres finden wir vorbildlich. Daftpunk ist zum Beispiel auch eine Band, die uns musikalisch beeinflusst.

 

 

Wir freuen uns, TripAdLib am 11. April bei unserem 6. STUZ-Konzert begrüßen zu dürfen. Support ist diesmal das Mannheimer Duo Mental Bend.
Einlass: 19.30 Uhr | Beginn: 20.30 Uhr | Binger Straße 22, Mainz

 

 

Autor: 
Jana Hermann
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Support am 11. April beim STUZ-Konzert: Mental Bend