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FILMZ feiert 15 Jahre

Zum Jubiläum gibt es mehr Stummfilmkonzerte, mehr Symposium und noch mehr Knackiges aus der jungen, deutschen Filmszene.

 

Ende November ist wieder FILMZ-Zeit und in diesem Jahr gibt es etwas zu feiern: Das Festival des deutschen Kinos feiert fünfzehnjähriges Bestehen und wartet mit spätherbstlichen Schmankerln auf. Vom 24. bis 29. November lüften Spielstätten in ganz Mainz ihren Vorhang und bringen junge Filmemacher auf ein Glas Sekt mit den Zuschauern zusammen. Dabei wird erstmalig auch etwas über den Tellerrand hinausgeschaut und viele Vorführungen mit englischen Untertiteln gezeigt, um auch Nicht-Muttersprachlern den Gang zum Festival zu ermöglichen. 

Nach einer Rückbesinnung auf die Wurzeln des Festivals im vergangenen Jahr ist das Programm nun wieder vollgepackt mit Film und Feierei in allen Längen und Genres. Die Wiederholungen wurden wiederaufgenommen, so hat man von Freitag bis Sonntag noch einmal die Möglichkeit, verpasste Langfilme nachzuholen. Thematisch wird natürlich auch ein kritischer Blick aus dem Kinosaal nach draußen geworfen, was sich besonders am Eröffnungsfilm „Babai“ zeigt. Das Drama um einen Vater, der auf der Suche nach einem besseren Leben aus dem Kosovo flieht und dabei seinen Sohn zurücklässt, ist ein Flüchtlingsdrama jenseits der einschlägigen Berichterstattung. Der Film läuft zudem im Originalton mit deutschen Untertiteln.

 

Motto „Frauen. Macht. Filme.“ 

Die mittellange Filmsektion ist diesen Herbst wieder einmal sehr gut bestückt und zeigt einen thematischen Querschnitt durch die junge Filmlandschaft. Besonders interessant ist in diesem Zuge „Sadakat“ von Ilker Çatak (Hamburg Media School). Der nur 24 Minuten lange Film konnte in diesem Jahr den Studentenoscar in Gold als bester ausländischer Film einheimsen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Kurzfilmreihen: Wettbewerb, lokal und andersARTig und auch die Dokumentationen berichten in diesem Jahr wieder aus den unterschiedlichsten Winkeln des Landes. Mal von den großen, lauten Dingen des Lebens, dann wieder von winzigen Details, nur durch die Filmkamera gut zu durchschauen.

Doch auch abseits des Kinosaals dreht sich alles rund um die bewegten Bilder und das Rahmenprogramm: FILMsZene ist so voll wie nie. Das 2014 neu ins Leben gerufene Symposium ist von zwei auf fünf Tage angewachsen und beschäftigt sich in diesem Jahr ganz mit der Rolle der Frau vor und hinter der Kamera. Unter dem Motto „Frauen. Macht. Filme.“ wird es im Deutschen Filmmuseum Frankfurt und im Medienhaus Mainz Vorträge, Diskussionen und Sichtungen mit Filmemacherinnen und Regisseurinnen geben, die von ihrer Arbeit in der Männerdomäne Film berichten. 

 

Stummfilmkonzert und After-Movies-Party

Passend zur besinnlichen Zeit Richtung Dezember wird es wieder das traditionelle Stummfilmkonzert geben. Diesmal wird es sogar erweitert auf ein Ernst Lubitsch Double-Feature. Gleich zwei Klassiker der Kinogeschichte werden in Kooperation mit FILMZ gezeigt. 

Zunächst läuft am 22. November um 19 Uhr „Das Weib des Pharao“ in der Alten Lokhalle mit Begleitung durch die Rheinische Orchesterakademie. In der Festivalwoche zeigt FILMZ schließlich „Madame Dubarry“ am 26. November um 20 Uhr in der Altmünsterkirche. In Szene gesetzt von Kerzen und Kirchenorgel ist dies nochmal ein besonderes Highlight. Und wer den ganzen Tag über im Kino sitzt, der muss sich abends natürlich die Beine vertreten, vornehmlich bei der großen FILMZ-Party am 27. November ab 22.30 Uhr im Gebäude 27 der Planke Nord. Hier bietet sich die perfekte Gelegenheit, mit Filmemachern und Cineasten den anstrengenden Festivaltag einfach wegzutanzen.

Das komplette Programm gibt’s ab dem 4. November. Karten für alle Veranstaltungen gibt’s ebenfalls ab Anfang November, die Vorverkaufsstellen werden zeitnah bekannt gegeben. Weitere Infos finden sich unter www.filmz-mainz.de

 

Autor: 
Sarah Beicht
Ressort:
Film / Kino
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