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Folklore-Festival vor dem Aus?

Steht das Folklore-Festival in Wiesbaden vor dem Aus? Nachbarn beschweren sich über Lautstärke

 

Das Wiesbadener Folklore-Festival bangt um sein Fortbestehen. Vor wenigen Tagen berichteten Wiesbadener Tageszeitungen über den Nachbarschaftsstreit zwischen den Veranstaltern des traditionellen Folklore-Festivals und den Anwohnern des Geländes. Demnach wird auf Seiten der Ruhegestörten gefordert, dass die Musik ab 20 Uhr nicht mehr spielen sollte. Eine fragwürdige Anforderung an ein Festival, das seit vielen Jahren mitten in der Hessischen Landeshauptstadt ausgetragen wird. Wenn der Klage stattgegeben werden würde, stünde die Veranstaltung vor einem Problem, da es sich in seinem gewohnten Ablauf neu strukturieren müsste, womit sein Weiterführen sehr zweifelhaft erscheint.

 

Folklore-Verein stellt selbst Anzeige

Der Folklore-Verein habe indes selbst Anzeige erstattet, erklärt der inhaltliche Verantwortliche Dietmar Krah: „Heute Abend wird das Umweltamt entscheiden, wie mit beiden Klagen verfahren wird und morgen spricht das Magistrat dazu“, sagte Krah am Montag. „Und da beide Parteien klagen, können wir so planen wie bisher, solange es nichts Neues gibt“.

 

Man habe die Gespräche mit den Anwohnern beendet, nachdem der Verein sie mehrfach gesucht hätte. Auch ein Mediationsgespräch sei ohne Kompromiss beendet worden. „20 Uhr ist keine Basis. Auf 23 Uhr hätten wir uns noch eingelassen, aber ein Festival am noch helllichten Tage abzubrechen, ist für uns keine Gesprächsgrundlage“, beteuert Krah. Man solle auch nicht meinen, dass das halbe Viertel gegen das Festival vorgehen würde: „Das ist ein harter Kern von zwei bis fünf Anwohnern, von denen einer die 20-Uhr-Schiene fährt. Wir suchen jetzt nicht mehr das nachbarschaftliche Gespäch, sondern wollen es vor Gericht klären lassen“, so Krah.

 

Autor: 
Andy Marx
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Foto: Folklore-Festival