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Follow the white rabbit

Bis zum 25. August wird Frankfurt zum Kaninchenbau  - also auf vom Rhein- zum Mainufer und Mitessen, Mitstricken, Mitstaunen und mit dabei sein!

 

 

Zum dritten Mal verwandelt „Playing the City“ die Frankfurter Innenstadt. Die Schirn Kunsthalle und „Playing the City“-Kurator Matthias Ullrich haben mehr als 15 nationale und internationale Künstler in diesen verregneten Stadtsommer geholt. Mit ihrer Kunst, die zum Dabeisein und Mitmachen einlädt, formen und verändern sie die Stadt; manche fast drei Wochen lang, andere an wenigen Tagen. Die STUZ war schon da.

 

Jeden Tag dabei

An der Schirn Kunsthalle findet sich in diesem August ein Gewächshaus, auf dessen Dach auch Unkraut wachsen darf. Diese neue Form der so selbstverständlichen Gemüseaufzuchtstätte präsentiert die Künstlerinnengruppe UPPER BLEISTEIN aus Mainz. Mit ihrer ungewöhnlichen Konstruktion aus jeder Art von Material wollen sie Fragen stellen, an diesen Ort, an die Stadt, die immer auch eine Baustelle, ein Sammelsurium ist.
Mit TIM ETCHELLS Arbeit „Ways Out“ kann sich dann in die Stadt gewagt werden. Dazu erhält man in der Zentrale an der Schirn vom Künstler konzipierte Karten, die neue Wege durch den Häuserwald zeigen.
Für einen Zwischenstopp eignet sich das  „Mejor Vida Corporation Kiosk“ von MINERVA CUEVAS besonders gut. Hier gibt es allerlei Kleinigkeiten zu erwerben, die zuweilen gar nicht in das reguläre Sortiment eines Kiosks zu passen scheinen. Wie aber der Name schon verrät: hier kann man sich mit Produkten für ein besseres Leben versorgen.
Und kommt dann doch einer der in dieser Zeit so häufigen Regengüsse, bietet der Schirm von ALEKSANDRA MIR einen Unterschlupf. Bis zu 16 Menschen finden Platz unter der Konstruktion, mit der die Künstlerin schon einige Länder bereist hat und nun in Frankfurt zu Gast ist.

 

Von Zeit zu Zeit

Die bunte Mischung der Händler, Passanten und Besucher des Schillermarktes wird EILEEN PERRIER am 19. August in ihrem mobilen Fotostudio portraitieren. Dabei nimmt sie sich die klassischen Portraitaufnahmen des 19. Jahrhunderts zum Vorbild. Die Fotografien werden dann bis zum Ende von „Playing the City“ in der Schirn zu sehen sein.
Die Künstlerin SILKE EVA KÄSTNER verlegt für ein Wochenende ihr Atelier nach draußen. Im Bahnhofsviertel wird sie am 18. und 19. August Ecken und Winkel zu ihren Bereichen machen, die jeder besuchen kann: Werkstatt und Ausstellung in einem.
Wer dann selbst Hand anlegen will, kommt zum Strick-Workshop in das Museum für Kommunikation, schräg hinter dem Dom. Vom 22. bis zum 24. August gastieren die Künstler STEPHANIE MÜLLER und KLAUS ERICH DIETL dort, ebendie sind Teil der Guerrilla-Knitting-Gruppe „Kommando Agnes Richter“. Nach den Workshops, die vor allem eine Kommunikationsbasis sein sollen,  wird am 25. August irgendwo in Frankfurt ein „Knitting Flashmob“ folgen, eine Intervention des verschlungenen Garns im öffentlichen Raum.
Nochmals kann man dem Flashmob begegnen – diesmal allerdings ganz in weiß. „dîner en blanc“ – weiß gekleidete Menschen speisen zu Hauf auf den Straßen;  alles, was man dazu braucht, wird selbst mitgebracht.

 

Soweit der kleine Ausblick auf die bemerkenswerten Menschen und ihre Arbeiten, die derzeit in Frankfurt erfahrbar sind. Es gibt viel zu entdecken -  der Blog unter www.playingthecity.de versorgt jeden täglich mit Neuigkeiten. Und etwas Neues ausprobieren – was kann schöner sein?

 

 

 

 

 

 

Fotos: Annika Sellmann (Teaserbild)

Sascha Rheker (The Big Umbrella, 2003/2004 & Die drei Croissantfabrikantinnen aus Upper Bleistein zeigen, was sie gebaut haben, 2011)

Klaus Erich Dietl (kommando agnes richter)

Autor: 
Mariana Schneider
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Galerie: 
kommando agnes richter Strickaktion, Bahnhofsviertel München, 2010 Fotografie: Klaus Erich Dietl © Klaus Erich Dietl / kommando
Aleksandra Mir The Big Umbrella, 2003/2004 Installationsansicht Playing the City-Zentrale Schirn Kunsthalle Frankfurt Foto: Sasc
Upper Bleistein Die drei Croissantfabrikantinnen aus Upper Bleistein zeigen, was sie gebaut haben, 2011 Installationsansicht Sch