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Grunge? Rock? Metal? Punk?

Zero Absolu, das sind: ein Mann, ein paar Instrumente und jede Menge Schaffenslust. Seit zwei Jahren lebt und spielt der aus Frankreich stammende Tonkünstler in Mainz.

 

Zwei Jahre ist es her, dass Nak (seinen vollen Namen möchte er nicht nennen) das Angebot seines guten Freundes annahm und in das freie Zimmer in dessen Mainzer WG einzog. Davor hatte er schon oft Mainzer Locations bespielt. Seit er hier wohnt, spielt er oft im Haus Mainusch, der Planke Nord und auch in der Dorett Bar, in der er auch regelmäßig hinter der Bar steht.

Nak, wie jeder ihn nennt, ist nicht der durchschnittliche Rocker oder Singer-Songwriter, wie man sie oft bei Livemusikabenden sieht. Sein Stil ist schwer zu definieren, selbst für ihn. „Ich glaube es gibt kein typisches Lied von Zero Absolu“, erklärt er lächelnd, aber bestimmt. 1979 geboren, prägten in in den 90ern vor allem Grunge, Rock, Metal und Punk. Immer spielte er in der einen oder anderen Gruppe. Doch nach drei Jahren in einer Hardcore Band musste etwas Anderes, etwas Neues her. Die Ein-Mann-Show Zero Absolu wurde geboren.
Die Musik des gebürtigen Franzosen ist melancholisch, aber dennoch sehr lebendig durch komplizierte Rhythmen und subtile Texte, die jedem die Freiheit zur eigenen Interpretation lassen sollen. Alle Einflüsse sollten untergebracht werden, so entstand eine Mischung aus Post- und Prog- Metal, aber auch poppigen Elementen. „Ich habe eine Art zu komponieren gefunden, bei der alles zusammenpasst, obwohl es keine wirkliche Richtung gibt“, beschreibt er seine Arbeit. Das Texten falle ihm schwer und ein Sänger sei er auch nicht, sagt Nak lachend, deswegen schreie er viel. Dieses Urteil ist jedem selbst überlassen, aber das musikalischen Know-How des bescheidenen Wahlmainzers lässt sich nicht bestreiten. Während eines Liedes wechselt er mehrmals zwischen drei bis vier Instrumenten und singt dabei, als wäre dies seine leichteste Übung. Doch das ist noch nicht alles.
Bevor er nach Deutschland zog, war Nak nach seinem Musikwissenschaftsstudium acht Jahre lang Gitarrenlehrer in Annecy, seiner Heimatstadt. Er jobbte mal in der Bar eines Kumpels und hatte hier und da ein Konzert, aber er wollte raus, mehr erleben. Das freie Schaffen und Reisen stehen bei ihm an erster Stelle, mit dem professionellen Musikbusiness will er nichts zu tun haben. Alles wird selbst geschrieben, promotet und produziert. Jede Tour wird selbst organisiert, und das sei auch gut so, meint Nak: „Unabhängigkeit ist so angenehm, man muss niemandem Rechenschaft ablegen.“ Bereits 27 Länder habe er bereist, teilweise jeden zweiten Tag in einer anderen Location, neben anderen Bands gespielt. Musiker aus Leidenschaft, das ist wohl die passendste Beschreibung.
Ein neues Album ist gerade in Arbeit. Sein aktuelles und viertes Album heißt „Küsse aus Berlin“ und lässt sich wie die anderen auch bei Bandcamp oder seinen Konzerten kaufen.

Auf die Frage, wie er sich seine Zukunft vorstelle, erwidert Nak nur gelassen: „Ich frage mich nicht mehr nach Zielen. Ich bin einfach glücklich, wenn ich Musik spiele.“ Und das merkt man.

 

Nächstes Konzert: 6. Dezember, Dorett Bar, 20 Uhr, Eintritt frei

 

Autor: 
Felicitas Lutz
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