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Interview mit Benjamin Sadler

Benjamin Sadler bei den Dreharbeiten zu "Der deutsche Freund". 

 

STUZ: Sie haben ja neben der Arbeit beim Film auch in Fernsehfilmen und Serien gespielt. Wie unterscheidet sich die Arbeit für einen Fernseh- oder einen Kinofilm? Was liegt Ihnen mehr?

Ich glaube die Arbeit unterscheidet sich durch die Form und wie man den Inhalt erzählt. Es gibt schon Unterschiede in der Art, wie ich im Fernsehen und wie ich im Kino Geschichten erzählen kann. Auch sind manche Dinge im Fernsehen oder Kino besser zu erzählen oder auch besser finanzierbar. Am Ende des Tages ist entscheidend, ob es ein guter Film ist. Ob es dann ein guter Kino- oder Fernsehfilm wird, ist eigentlich zweitrangig.

 

STUZ: Sie haben oft in Filmen mitgespielt, die eine Botschaft transportieren oder politische bzw. geschichtliche Zusammenhänge thematisieren („Luther“, „Dresden“, „Contergan“, der aktuelle Film „Der deutsche Freund“). Ist es Ihnen wichtig, dass Filme nicht nur unterhalten?
Ich habe überhaupt nichts gegen Unterhaltung. Das ist auch eines der zentralen Gründe unseres Berufs. Aber dass man durch die Unterhaltung auch die Möglichkeit hat, gewisse Inhalte zu vermitteln, das ist natürlich gut. Ich möchte das gar nicht zu einem dozierenden Künstlertum machen. Aber es gibt natürlich eine Verbindung. Und dann gibt es Inhalte, die mich selbst schon seit Jahren – unabhängig vom Beruf oder dem Angebot – interessieren. Wenn das zusammenkommt, umso besser.

 

STUZ: Wie laufen die Dreharbeiten für „Der deutsche Freund“? Ist schon etwas Unvorhergesehenes passiert?
Bisher noch nicht, wir haben Glück gehabt. Es war bisher noch wenig ereignisreich. Ich bin ja auch relativ spät dazugekommen. Die Anderen haben bereits sechs Wochen in Argentinien gearbeitet, wo ich – bedingt durch die Geschichte – nicht dabei war. So kann einem die Geschichte auch mal einen Knüppel zwischen die Beine werfen.

 

STUZ: Wie funktioniert die Zusammenarbeit am Set? Celeste Cid versteht ja kein Deutsch, wie wird da kommuniziert?
Wir kommunizieren primär mit Händen und Füßen. Aber da merkt man auch, wenn man sich versteht, bedarf es nicht unbedingt einer gemeinsamen Sprache. Ansonsten gibt es Übersetzer, da hangelt man sich so voran. Celeste macht das auch sehr gut. Sie spricht in ihrer Rolle Deutsch. Ob das dann noch synchronisiert werden muss, wird man sehen.

 

STUZ: Sie leben ja in Berlin, wie auch Max Riemelt. Kennt man sich da eigentlich schon untereinander in der Branche?
Klar gibt es das, aber ihm war ich vor diesem Projekt noch nicht begegnet. Wir waren bestimmt schon bei einigen Veranstaltungen zusammen. Aber für dieses Projekt haben wir uns das erste Mal bewusst getroffen. 

 

Autor: 
Mira-Sophie Potten
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