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Jarpteetza – The Firebird

Es war einmal eine Zeit in Russland, da verbreitete ein böser Zauberer Not und Leid. Aber Hoffnung und Liebe waren stark. 29. Juni im P1 – das Abendteuer beginnt!

 

„Once upon a time the evil sorcerer Kashei held all of Russia under his destructive spell, spreading Hunger and suffering among the people. The only thing he did not possess was the ability to feel and love.”

 

Was für ein Einstieg. Mit dem Fantasy-Bühnen-Epos „Jarpteetza: The Firebird“ meldet sich das „Day Old Theatre” nach fast zweijähriger Pause zurück. Natürlich auf Englisch. Diesmal jedoch mit einem Stück, das auf einem russischen Märchen basiert. Einem Märchen vom legendären Feuervogel, der einem Phönix gleich symbolisch aus der Asche steigt, ein Zeichen für Freiheit und Hoffnung. Zwischen Dämonen und Verwandlungen schlagen sich tapfere Gefährten durch die russische Mythenwelt, vollgestopft mit Steam-punk-elementen, um den Bösen Zauberer Kashei zu entmachten. „Es ist ein lustiges und spannendes Theaterstück mit beeindruckenden Kampf- und Gesangseinlagen. Es handelt von nichts geringerem als der Freiheit, einem politischen Dauerbrenner“, beschreibt Thomas Pischek, der mit dem „Firebird“ sein Regiedebüt gibt. Und die Aufführung ist nicht nur sein „erstes Mal“, sondern auch die Deutsche Erstaufführung des Hoffnungstückes.

 

„One day, the sorcerer Kashei abducts Vasilisa, a fair and cheerful maiden, to learn about the power of love. But Vasilisa’s friends – her lover Prince Ivan, her sister Maria the Skillful, the timid clown Skomorokh, and Ilya the Strongman – immediately set out to rescue her, defeat Kashei, and free the land from Kashei’s terrible yoke.”

 

Das “Day-Old Theatre” feiert mit dem Feuervogel sein 20-jähriges Jubiläum und beweist aufs Neue, warum es sich so lange gehalten hat und nunmehr die älteste Theatergruppe auf dem Campus ist. „Zugegebenermaßen ist uns erst später aufgefallen, dass wir dieses Jahr unseren zwanzigsten Geburtstag feiern.

 

Wir fanden einfach, dass es wieder einmal Zeit für Fantasy und Märchen ist“, verrät Thomas, der selbst schon seit vielen Jahren der Schauspieltruppe angehört. Neben ihm stehen beispielsweise mit Nicole Huber, Ralf Keinath und Eric Hoenen auch noch ein paar altgediente Mimenveteranen auf der Bühne, die man aus vergangenen gefeierten Aufführungen des „Day Old Theatre“ oder dem „Theater Blauer Stern“ kennt. Ansonsten ist der Cast überwiegend frisch und bereits voller Vorfreude. Die zwölf Mannen auf den weltbedeutenden Brettern und die Fünfe hinter dem roten Vorhang haben bereits im Oktober des vergangenen Jahres mit der Vorbereitung zu dem Epos begonnen. „Das Spannendste an der Erarbeitung war die Umsetzung der Verwandlungen und die technische Realisation der Steam-Punk-Elemente“, erzählt Thomas. Steam Punk bezeichnet eine alternative Zukunftsästhetik, bei der fortgeschrittene technische Errungenschaften durch altertümliche Geräte, meist mit Dampfantrieb, dargestellt werden. Das Stück wurde vom amerikanischen Princeton-Dozenten Robert N. Sandberg geschrieben und wird der Tradition der Gruppe gemäß in Originalsprache, also Englisch, aufgeführt. „Wir haben auch alle russischen Wortfragmente aus der Originalfassung ersetzt. Es wird aber durch die Namen und die Dialoge dennoch deutlich, dass es sich um ein tolles russisches Märchen handelt“, verspricht der Regisseur.

 

„The friends do not know that they will have to overcome vicious demons, a wicked robber, and the powerful witch Baba-Yaga to reach kashei’s palace and face their most difficult challlange: Kashei’s immortality..”

 

Die Premiere ist am 29. Juni um 20 Uhr im P1. Das Day Old Theatre verspricht „a thrilling performance and a fantastic evening.” Man darf gespannt sein. Möge die Reise beginnen.

 

Jarpteetza: The Firebird

Ort: P1 auf dem Campus (Philosophicum)

Zeit: 29., 30. Juni und 1. sowie 2. Juli um 20 Uhr

Preis: 5 Euro für Studenten, 7 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder

Kartenverkauf: Philosophicum und an der Abendkasse

Autor: 
Johannes Kraus
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