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Klaas, mal ohne Joko

Klaas Heufer-Umlauf macht einen Ausflug auf die Kinoleinwand – ohne Joko und ohne Spielchen. In der Sommerkomödie „Grossstadtklein“ spielt er den muffeligen Berliner Rocco.

 

Klaas, wie stellst du dir den Typischen Berliner vor?

Den Typischen Berliner trifft man nur noch sehr selten. Das sind verschrobene Typen, die in Schöneberg im Keller sitzen. Alle anderen sind so wie ich Zugezogene, ganz bunt. Und in jedem Viertel sind die Leute eh immer wieder ganz anders.

 

Deine Berliner-Darstellung in „Grossstadtklein“ ist ja nun sehr muffelig, obercool, faul, ein bisschen hipstermäßig. Woran hast du deine Rolle angelehnt?

Auch auf die Gefahr hin, mich zu entzaubern: Ich habe gar nichts interpretiert oder eine Rolle angelehnt. Ich war froh, dass Rocco so ist wie ich und hatte genug damit zu tun, mir den Text zu merken und ordentlich vorzutragen.

 

Was sagt eigentlich Joko zu deinem ersten großen Solotrip?

Keine Ahnung, wir reden privat nicht miteinander. Ich denke, er ist froh, mal Ruhe vor mir zu haben. Ich genieße das auch. Man kann tatsächlich sagen, das war eine Flucht.

 

Ist dir die Szene, in der du dir beim Eier-Rasieren den Schwanz einklemmst, im Nachhinein peinlich?
Mit Peinlichkeit braucht mir keiner zu kommen, das habe ich längst hinter mir. Im Gegenteil. Ich bin ja ein Vorbild für viele junge Männer und da muss ich auch mal zeigen, was bei so einer Intimrassur alles passieren kann, damit die das ordentlich machen.

 

Hast du am Set versucht, die Leute zu überreden, an irgendwelchen Wettkämpfen à la Aushalten teilzunehmen oder Bis-einer-heult zu spielen?
Ich konnte mich zurückhalten. Dafür habe ich alle Leute vollgelabert, wenn grad nicht so viel zu tun war. Das ist mein großes Problem, ich laber zu viel. Darunter mussten die anderen dann leiden.

 

Til Schweiger hat „Grossstadtklein“ produziert. Wieviel Schweiger steckt in dem Film?

Gar nicht mal so viel. Drehbuch und Regie sind ja von Tobias Wiemann und damit ist „Grossstadtklein“ ein sehr eigenständiger Film. Darin liegt eine von Tils stärken: andere sich verwirklichen zu lassen. Und dafür lieb ich ihn.

 

Wenn du einen Film drehen dürftest, was wäre das dann für ein Streifen und wie würde der Titel lauten?

Oh. Die Handlung wäre mir egal, aber über den Titel würde ich lange nachdenken. Vielleicht irgendwie so in der Richtung wie „Zwei Nasen tanken super“. Im Film würden wir rumbiken und in Möbelhäusern schlafen. Dazu ne Menge coole Sprüche aus den 80ern wie „Erste Sahne!“. Ganz in der Tradition von Karl Dalls „Sunshine Reggae auf Ibiza“.

 

Die Rezension zum Kinofilm "Grosstadtklein" lest ihr hier!

 

 

Autor: 
Jan Casper, Johannes Kraus
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