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STUZ Clubnacht im Mai
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Mai On Stage

Zur Frühlingszeit putzt sich die hessische Kulturhauptstadt Wiesbaden besonders heraus und lädt internationale Gäste von Rang und Namen auf die Bühne. Maifestspiele – es geht wieder los!

 

International gefeierte Produktionen aus Oper, Ballett und Schauspiel, Konzerte, Filme und spannende neue Theaterformen aus dem In- und Ausland – wer das erleben möchte, sollte sich den Mai freihalten und nach Wiesbaden fahren, denn all das verspricht der Intendant des Wiesbadener Staatstheaters Manfred Beilharz für die kommenden Maifestspiele. Wie jedes Jahr kommen Künstler, Gruppen und Ensembles aus aller Welt zu dem traditionsreichen und renommierten Bühnenfest. Und wie jedes Jahr blickt die Weltpresse auf die theatralen Ereignisse der Rheinhessischen Hauptstadtbühne. Im Programm: Premieren, Abschiede und altbekannte Skandale. Dabei sollen die Beiträge das heute turbulente Wirtschafts- und Gesellschaftsleben spiegeln. Ob das gelingt, wird sich zeigen, turbulent verspricht es bei einem Blick ins Programmheft auf jeden Fall zu werden. Die Kategorie Oper und Musiktheater eröffnet die Feierlichkeiten mit der Deutschlandpremiere „Lolita“ nach Nabakovs erfolgreichem Skandalroman, gefolgt von den Klassikern „La Traviata“, „Der Rosenkavalier“ und „Der Barbier von Sevilla“. Im Rahmen der „Jungen Woche“ inszeniert das Heidelberger Jugendtheater den deutschen Bühnenskandalklassiker „Frühlingserwachen“. Im Schauspiel gastieren namhafte Ensembles wie das Deutsche Theater Berlin, das Burgtheater Wien und die Münchner Kammerspiele mit verheißungsvollen Produktionen wie Falladas „Kleiner Mann – was nun?“.

 

Der Tanz präsentiert eine eigens für die Maifestspiele kreierte Ballettgala mit internationalen Spitzenstars, und die weltberühmte Merce Cunningham Dance Company widmet den Maifestspielen im Rahmen ihrer Legacy Tour einen ihrer letzten Auftritte in Europa, bevor sie sich am Ende diesen Jahres auflöst. Außerdem reist aus Belgien die Compagnie Eastman mit dem umjubelten Stück „Babel (Words)“ an. Gerahmt und ausgefüllt wird das starke Programm von Konzerten, Lesungen und Shows. Klaus Maria Brandauer liest den „Sommernachtstraum“, die Improvisationsoper „La Traviata“ möchte das Publikum mit ihrer Kunst „eropern“, und in musikalisch-klangartistischen Darbietungen werden Größen wie Edith Piaf und John Cage gedacht. Wem das noch nicht reicht, dem werden mit „Die Kameliendame“ (1936), „Alle Anderen“ (2009) und anderen Titeln der Lichtspielbühne ein eigens zusammengestellte Filmprogramm und eine Ausstellung geboten. Kulturmangelerscheinungen können angesichts eines so brachial vollgestopften Maifestspielmonats wohl nur schwerlich auftreten.

 

Vom 30. April bis 31. Mai dauern die diesjährigen Maifestspiele - die STUZ wird zahlreiche der Aufführungen besuchen, begutachten und für gut oder schlecht befinden. Die STUZ-Rezensionen exklusiv in der Maifestspiele-Rubrik auf STUZ.de!

 

Foto: Koen Broos (Babel (Words))

Autor: 
Johannes Kraus
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