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„Mein Hessenland blühe und in ihm die Kunst“
In der Mitte des Raumes befinden sich verglaste, weiße Holzsockel mit den teilweise sehr beeindruckenden, da äußerst detailreichen, fein ausgearbeiteten Schmuckstücken, die stilistisch überwiegend romantische (geschwungen, floral-ornamental mit Frauengestalten) denn nüchterne (eckig-abstrakte) Formen haben. Die Materialien beziehen ihren Reiz nicht daraus, dass sie aus exklusivem und finanziell aufwendigen Stoffen (teuren Metallen und Mineralen/Steinen) hergestellt wurden, vielmehr wurde eher einfaches, weniger kostenintensives Metall (Kupfer statt Silber oder Gold), Emaille, Elfenbein, farbige Schmucksteine sowie unregelmäßig geformte Perlen verwendet. Geschmacklich werden die gezeigten Inneneinrichtungen sowie der Schmuck neben Jugendstilinteressenten wohl auch einigen Fantasy-Fans zusagen. So scheinen die Designer der „Der Herr der Ringe“-Filmen sich bei der Gestaltung der Elbenwelt stark am Jugendstil orientiert zu haben.
Des weiteren stehen in den Museumsräumen Modelle der entworfenen Gebäude bzw. Wohnsiedlungen, welche teilweise einigermaßen innovativ, doch für das heutige Auge dennoch nicht übermäßig ungewöhnlich sind.
Das Museum ist insgesamt eher klein und nicht alle Ausstellungsstücke sind visuell herausragend, dennoch gibt es einige Highlights für Liebhaber des Jugendstils zu betrachten.
Die Räumlichkeiten befinden sich im
Institut Mathildenhöhe Darmstadt
Olbrichweg 13
64287 Darmstadt
Öffnungszeiten: Di – So von 11-18 Uhr.
Fotos:
(Hans Christiansen Brosche, um 1901) P. Frankenstein, H. Zwietasch © Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
(Künstlerkolonie Darmstadt Brosche, um 1902) Institut Mathildenhöhe Darmstadt, Städtische Kunstsammlung Darmstadt
















