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Orientalische Klänge im Mainzer Staatstheater

Seit Juni beleben nicht nur klassische, sondern auch fernöstliche Töne das Mainzer Staatstheater. Jazz-Musiker aus Mannheim und Mainzer Theatermitarbeiter musizieren, spielen und arbeiten gemeinsam an verschiedenen Projekten. Doch was ist der Anlass für diese ungewöhnliche Kombination von Künstlern?

Tamáss ist das Thema und der Leitfaden dieses Projekts. Das aus dem arabischen und persischen Raum stammende Wort bedeutet Begegnung, Berührung, Kontakt und auch Konfrontation. Grenzen auszutesten und Berührungspunkte zwischen Theater und Musik herzustellen ist das Ziel der 2-jährigen Kooperation vom Mainzer Staatstheater und dem LebiDerya Oriental Jazz Ensemble. Der Name der Musikergruppe ist Programm: Lebi Derya bedeutet so viel wie: „Am Rande des Ozeans“ oder auch der Ort des Aufeinandertreffens zweier Welten: Die musikalische Begegnung von Abend- und Morgenland.

Bereits aus zurückliegenden Projekten mit dem Staatstheater ging eine fruchtbare Zusammenarbeit hervor. Nun werden die Künstler mit 150.000 Euro von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Innerhalb dieser zwei Jahre werden orientalische Musiktraditionen in theatralische Konzepte eingefügt und neue bisher unbekannte Musiktheaterformen entwickelt.

Als erstes Ergebnis wird „Zweieinander“, ein Kindermusiktheaterstück, aufgeführt. Die Künstler setzen vor allem auf Improvisation und Interaktion mit ihrem Publikum.

Auch bei den nächsten Projekten für Erwachsene wird im Austausch mit Interessierten gearbeitet. So stehen Workshops und Vorträge auf der Agenda. Als Abschluss der Kooperation ist ein Musikfestival, das sich über mehrere Tage erstrecken soll, geplant. Termine hierfür werden noch bekannt gegeben.

Autor: 
Linda Tröppner
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