Pengland, Pengland, where do you go? (mit Bildergalerie)
Zum 1. Februar musste das Pengland in der Mainzer Neustadt seine Räumlichkeiten verlassen. Der Kunstverein bleibt vorerst ohne neue Bleibe. Unser Fotograf Daniel Dornhöfer besuchte das Peng vor und während der Abrissparty Ende Januar (siehe Galerie rechts).
Damit hatte man nun wirklich nicht gerechnet. Überraschend ist nicht der erneute zwangsweise Umzug des Mainzer Kunstvereins Peng – das sind die Vereinsmitglieder ja mittlerweile gewohnt – sondern vielmehr die Tatsache, dass es diesmal nur ein Auszug sein wird. Zu Redaktionsschluss zeigte die Raumsuche „Operation Pusteblume 2.0“, noch keinen Erfolg. Zu viele Nachbarn, zu hohe Provisionsforderungen und generell zu hohe Mieten führten dazu, dass das Inventar des Vereins nun erstmal auf unbestimmte Zeit ins Lager wandert. „Das erste Mal ziehen wir nicht bloß um, sondern tatsächlich nur aus“, beschreibt Peng-Sprecher Chris Joecker etwas konsterniert die Situation des Penglands. Am liebsten würde der beliebte Kulturverein ja in die Neutorschule in der Mainzer Südstadt ziehen. „Die Schule ist auch so groß, dass man dort mehr als nur das Peng unterbringen könnte“, findet Joecker. Doch die Stadt, welche das denkmalgeschützte Gebäude eigentlich abreißen wollte, zeigt sich nicht begeistert von der Idee. Zumindest stehen nun weitere Gespräche mit Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse an.
Wie lange die Durststrecke allerdings sein wird, auf die sich Freunde der alternativen Mainzer Kulturszene einstellen müssen, ist momentan noch nicht absehbar. Das Gebäude in der Rheinallee jedenfalls wird ab März saniert. Der Wiesbadener Investor könnte sich dort unter anderem Arztpraxen vorstellen. „Die Aussicht von den oberen Stockwerken“, so schwärmte dieser in einer lokalen Tageszeitung, „ist einfach gigantisch.“
Zumindet vorerst treffen sich die Pengler zurzeit Dienstags im Atelier Zukunft.
Wie entstand eigentlich das Peng? Das und mehr erfahrt ihr hier ...
































Kommentare
Der war gut! Die gigantische Aussicht aus den oberen Stokwerken soll einer Zahnarztpraxis zugute kommen. Als hätte auch nur ein einziger Patient (oder schlimmer noch: der Zahnarzt oder die Ärztin höchstselben) die Gelegenheit, während der Behandlung aus dem Fenster zu schauen. Vermutlich werden gar Lamellenvorhänge oder blickdichte Folien angebracht. Immer diese Hans-guck-in-die-Luft-Investorenträume.
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