Planschmiede zur Krisenbewältigung
Am 2. Dezember feiert das Performance Art Depot (pad) ab 17 Uhr seinen vierten Geburtstag in den eigenen Hallen. Doch es gibt nicht nur Torte, Performance und Schaumwein, sondern auch große Pläne für die kommenden Jahre.
Zum Geburtstag lässt man sich nicht lumpen. Zwei Projekte des Londoner Performance-Künstlers Mamoru Iriguchi und eine improvisierte Performance mit befreundeten Künstlern sind für die Feierlichkeiten geplant. Nic Schmitt und Peter Schulz wirken selbst mit. Sie zum einen die Strippenzieher hinter dem pad, zum anderen dessen Regisseure und Künstler.
Vor vier Jahren bezogen die beiden spontan den Laden mit dem unerwartet großen Keller in der Leibnizstraße, um der Performance-Kunst eine Bühne in Mainz zu geben. Aber irgendetwas ist da schief gelaufen. Zwar ist das pad auch hier bekannt, aber in der Szene zieht ihre Bühne weitere Kreise. Daher lautet der Plan fürs kommende Jahr, die Bekanntheit zu nutzen, um Mehreinnahmen für das pad zu beschaffen. Mit Eigenproduktionen und Gastspielen möchten die studierten Theaterwissenschaftler auf Bühnen in der Umgebung auftreten. „Dadurch möchten wir für uns so viele finanzielle Mittel erwirtschaften, dass wir eine zusätzliche Person für die Organisation einstellen können.“
Diese scheint bitter nötig. Pro Produktion fällt im Moment etwa ein Monat zur Vorbereitung an. Es gilt auch, das alljährliche Performance-Festival (April-Mai) im Voraus zu planen. Ab dem übernächsten Jahr solle es vielleicht, so Nic Schmitt, auch ein zweites Festival im Herbst geben, das sich gezielt der Kunst des Tanzes widmet.
Einen Dämpfer könnte das pad jedoch bald spüren. Der Deal zwischen Asta und Staatstheater Mainz könnte gerade kleinere Bühnen wie das pad negativ treffen. „Wir konnten ohnehin nie mit den fetten Produktionen des Staatstheaters mithalten. Wenn diese im Endeffekt nur für einen kleinen Semesterbeitrag zu besuchen sind, kann man sich fast denken, zu wessen Gunsten sich der Student entscheidet.“ Doch mit so vielen Plänen wird Nic Schmitt und Peter Schulz sicherlich auch da etwas einfallen. Alles Gute zum Geburtstag.















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