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Raus hier!
Daniel Juhr // Exit // JUHR Verlag // 9,90 Euro
Eine Rockdisco (das Exit) schließt und für viele Menschen fühlt es sich so an, als verlören sie ihr Zuhause. Für ZU viele Menschen. Gleich einem Episodenfim springt Juhr in seinem Romanerstling zwischen den Leben seiner Protagonisten hin und her. Manche Wege kreuzen, manche trennen sich. Da man nach meist kurzen Passagen ständig mit den Problemen eines anderen konfrontiert wird, kommt man nie wirklich rein in die Geschichte, wirken die zu zahlreichen Schicksalsschläge, die alle an diesem einen Abend aufeinander treffen, aufgesetzt. So sind denn auch die Abschnittsüberschriften („Before night falls“, „Nothing else matters“, „After dark“) ebenso wie der das Buch einleitende Spruch „Die Farbe ist egal, Hauptsache Schwarz“ schon zu verbraucht, um sie unkommentiert noch einmal zu bringen. Postmoderne ist dann doch nicht bloßes Auflisten von bereits Dagewesenem. Auch die Titelliste aus der letzten Nacht des Exit ist schlicht diejenige eines jeden anderen Rockschuppens. Klar kann jeder, für den Musik etwas bedeutet, das Gefühl nachvollziehen, das Juhr beschreibt, aber dieses Gefühl wird hier so sehr überbetont, dass es nervt.















