Anzeige

Rock’n’Roll an erster Stelle

Die diesjährigen Rock-N-Pop-Youngsters-Sieger „Rogue Result“ reden über ihre Erfahrungen im Wettbewerb und wie es nach dem Sieg weitergehen soll.

 

Radiotauglich? Fangirls? Ganz viel Kohle? Scheißegal. Die drei Musiker aus Taunusstein bleiben bescheiden. Im Finale des 14. RNPY-Wettbewerbs in Mainz schlug sich das Trio Rogue Result gegen drei weitere Bands durch und belegten mit ihren fünf Songs den ersten Platz. „Wir können uns den Sieg nur so erklären – wir hatten verdammt viel Spaß. Und das hat man gesehen“, sagt Bassist Mark stolz. Und tatsächlich: Wer Rogue Result live sieht, weiß, wie abrocken auszusehen hat. Mit Elan und Energie präsentieren die Jungs ihre meist selbstgeschrieben Songs, dabei liegt vor allem das Rock-Feeling im Fokus. Während Sänger und Gitarrist Leo meist mit dem Songschreiben beginnt, steigt der Rest der Band im Laufe der Songproduktion mit ein. Dabei geht es nicht darum, einen massentauglichen Radio-Hit zu schaffen, sondern dem eigenen Stil treu zu bleiben. „Unsere Musik zeichnet sich durch die Bass-Lastigkeit, das groovige Schlagzeug von Micha und lange Instrumentalteile aus. Bei einer solchen Musik versucht man nicht, ein bestimmtes Publikum anzusprechen. Die Musik machen wir für uns“, erklärt Mark. 

Ebendiese Haltung scheint die ganze Bandentwicklung auszumachen: Angefangen als Schulband, haben sich Micha und Mark Leo geschnappt, um 2010 die Band zu gründen. „Damals haben wir eigentlich nur zusammen American Dad geguckt. 2011 hatten wir dann unseren ersten Auftritt, für den wir 13 Songs vorbereiten mussten. Als Vorband von der Band meines Englischlehrers. Das war nicht unser bester Auftritt, aber wir haben gemerkt, wie viel Spaß wir an der Musik haben“, lacht Leo. Nachdem die drei Blut geleckt hatten, ging es in den Folgejahren bergauf: mehr Auftritte, mehr Zuschauer. Ab 2012 schrieben sie eigene Songs. Immer engagierter wurde an einem eigenen Stil gearbeitet. Eine Mischung aus Stoner-Rock und Grunge sollte es sein, inspiriert von Vorbildern wie Nirvana, Alice In Chains und Truckfighters.

In diesem Jahr bewarben sich Rogue Result dann bei Rock-N-Pop-Youngsters. Die Band hat daraus positive Erfahrungen gezogen: „Wir konnten Kontakte knüpfen und haben uns auf der Bühne richtig ausgetobt. Es war einfach Fun. Wir hatten uns nicht mal abgesprochen, was die Reihenfolge der Songs angeht, also haben wir vor dem Auftritt eine Songlist auf ein Stück Klopapier geschrieben.“

Auch wenn Rogue Result alles auf sich zukommen lassen, haben sie doch Ziele vor Augen: weitere Auftritte und eine eigene CD. Im Idealfall im Studio erstellt, mit Booklet, allem drum und dran. Leo findet: „Es wäre schön, in zwanzig Jahren etwas Festes in den Händen zu halten und sagen zu können: Das haben wir gemacht.“

 

 

An einer Homepage wird noch gearbeitet, bis dahin findet man die Band mit Videos auf Youtube und unter http://www.facebook.com/Rogue. Zum Reinhören empfiehlt die Band „Holy Water“. Kommende Auftritte sind am 15. August beim Rockfield Open Air in Mainz-Kastel und am 29. August beim Neuborn Open Air in Wörrstadt.

 

 

Autor: 
Safak Sengül
Facebook:
Artikel bewerten:

Dies bewerten

Noch keine Bewertungen vorhanden

Flattr