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Rockabilly für die ganze Familie

Dick Brave & The Backbeats auf dem Jazz & Joy Festival in Worms, 06.07.12

 

Darf Jazz rocken? Na klar darf er das! Und die Organisatoren des seit über 20 Jahren stattfindenden Jazz & Joy in Worms haben es zum wiederholten Mal bewiesen. 20.000 Besucher bei 39 Konzerten an drei Tagen sprechen eine klare Sprache.

 

Und wieder war für die ganze Familie etwas dabei: Für die Kenner des gepflegten Jazz zauberte die mehrfache Grammy-Gewinnerin Dee Dee Bridgewater eine Glamour-Atmosphäre rund um den Dom. Auch der Altmeister Paul Kuhn begeisterte die Zuhörer. Und dann waren da noch die Döftels, Paul Carrack und Bosse, Abby und Cäthe, Céline Rudolph, das Al Foster Quartet, Laith Al Deen und viele mehr. Außerdem gab es noch den jährlichen Höhepunkt, das Sonderkonzert. Nachdem in den vergangenen Jahren Namen wie Joe Cocker, Bob Dylan, Simply Red und viele andere Größen der Musikszene aufgetreten waren, entschied man sich 2012 für niemand anderen als Dick Brave!

 

Der kanadische Musiker und Rock’n‘Roller Dick Brave und seine Band, die Backbeats, heizten den 2.350 begeisterten Besuchern kräftig ein. Ganze Familien tanzten sich in Ekstase. Rockabilly vom feinsten. Hinter mir wünschten sich die Damen mittleren Alters, Dick Brave als zukünftigen Schwiegersohn, vor mir ließ ein „Rockopa“ die Hüften kreisen und in der Masse schmachteten die jüngeren Damen den Musikern auf der Bühne entgegen. Jetzt fehlten nur noch gezielte Würfe von Teddybären und Miederware, um das Bild perfekt zu machen.

 

Man merkte nichts von der schweren Zeit, die Dick Brave durchgemacht hat. Es schien, als hätten der Flugzeugabsturz und die nachfolgende Entführung durch eine kanadische Wildhüterin keine Spuren bei Dick hinterlassen. Die Rettung durch seinen Freund Klaas Heufer-Umlauf und die anschließende Wiedereingliederung in das Showbiz hat er offenbar gut überstanden. Alles stimmte und die Auswahl der Musik passte: „Come On“, „This Girl Is Trouble“ usw. Ganze zehn Zugaben spielten die Jungs, und auch neuere Stücke fanden den Weg zurück in die 60er: „Rolling In The Deep“ von Adele, Michael Jacksons „Black And White“ oder auch „Walk This Way“ von Aerosmith ließen die Sandsteinmauern des ehrwürdigen Doms erzittern. Da war wirklich für jeden etwas dabei.

 

Auch wenn man die Kritik äußern könnte, dass alles etwas gleich klingt und doch sehr inszeniert wirkt – die Party stimmt und das ist wichtig. Und noch eins merkt man: den Spaß, den diese Musiker auf der Bühne haben! Vom ersten Moment an springt der Funke über und es zuckt einem durch die Beine. Manch einem fiel dabei auch sehr die Ähnlichkeit von Dick Brave zum deutschen Sänger Sasha auf, die sicher nicht abzustreiten ist. Sasha – was ist eigentlich aus dem geworden?

 

Autor: 
Stephan Hannemann
Ressort:
Musik / Live
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Galerie: 
Dick Brave & The Backbeats auf dem Jazz & Joy Festival in Worms (Foto: Stephan Hannemann)
Dick Brave & The Backbeats auf dem Jazz & Joy Festival in Worms (Foto: Stephan Hannemann)
Dick Brave & The Backbeats auf dem Jazz & Joy Festival in Worms (Foto: Stephan Hannemann)
Dick Brave & The Backbeats auf dem Jazz & Joy Festival in Worms (Foto: Stephan Hannemann)
Jazz & Joy Festival in Worms (Foto: Stephan Hannemann)

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