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Schnapszahl mit Gin Tonic

Pele Caster – Wasimmer // Timezone // VÖ: 11.11.2011

 

Bassisten bestreiten meist eher ein Randlebendasein in ihren Bands. Sie bleiben leider viel zu unbeachtet, obwohl sie doch den Groove angeben. Stefan „Pele“ Götzer weiß wovon hier die Rede ist. In seinen Diensten als Bassist bei der Gruppe Klee muss ihn nun jedoch mehr als nur der eine Finger gekribbelt haben. Mit seinem eigenen Projekt Pele Caster hat er nun endlich sein Album veröffentlicht. Diese Lieder warten wahrlich schon viel zu lange darauf, auf einer Platte zu erscheinen. Denn Pele weißt doch, wie es so als Frontmann mit Gitarre sein kann. Das hat er schließlich bei der ehemaligen Indieband Astra Kid als Sänger bewiesen.

 

Nach der Zurückhaltung am Klee‘schen Bass kommt er nun als Sänger zurück und zeigt, welche vielseitigen Seiten so in ihm stecken. Noch immer weiß er, mit eingängigen Gitarrenakkorden seine Zuhörer zu begeistern. Hier und da kommen aber auch elektronische Klänge zum Einsatz. Getragen werden die Songs hauptsächlich von Gitarre und Peles Gesang. Er singt von romantischer Verliebtheit („Wir haben uns“), haut auch mal auf den Tisch („Dieser Laden ist am Ende“), ist nachdenklich („Du kannst gehen“) oder mittreißend („Ziehen wir mit“). Und das nächste Mal betrunken im Club wird uns folgende Aussage als Weisheit vorkommen: „Ich sehe nichts, aber dafür besser aus, denn ich hab meine Sonnenbrille auf“ (aus „Gin Tonic“).

 

Genregrenzen sind dazu da, überschritten zu werden. Das schafft der gute Pele mit Leichtigkeit. Ein außergewöhnlich vielseitiges Album ist ihm  da gelungen. Das wird er auch auf Tour zeigen können. Nicht mehr nur im Duett mit seinem Musikerfreund Ben Schadow, sondern mit Band. Und wie es für einen Rheinländer gehört, wird die Plattentaufe am 11.11.2011 gefeiert. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

 

Autor: 
Dorothée Arneth
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