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Sex, Drugs and a Prison Sentence

Andrea Mohr // Pixie. Vom Drogen-Jetset in den Frauenknast. Mein Leben // VGS-Verlag // 19,99 Euro

Andrea Mohrs Roman hat alles, was eine gestandene Biografie heutzutage so braucht: Diverse Drogeneskapaden, viele Affären, einen mehrjährigen Knastaufenthalt, eine persönliche und anrührende Läuterung und ein wenig gut dosiertes Selbstmitleid. Aber vor allem verfügt dieser Roman über die wichtige Einsicht: „Drogen sind schlecht.“ Zunächst mag diese Erkenntnis recht lapidar und nur bedingt innovativ wirken, aber angesichts vieler neu erscheinender Drogenselbstbeichten mit coolen Storys rund um den Rausch wirken harte Drogen zunehmend nur als très chic. Mohrs Geschichten von Reisen in exotische Länder und Partyabstürzen wirken dagegen angesichts der sehr detaillierten Schilderung ihres Entzugs und der damit verbundenen körperlichen Unannehmlichkeiten doch eher abstoßend. Auch der obligatorische Gefängnisaufenthalt, der einer rechtschaffenen Drogendealer-Biografie immanent ist, erscheint dank ihrer drastischen Schilderungen von Gewaltexzessen und Depression wenig erstrebenswert. Andrea Mohr zeigt in ihrem Buch offen und ehrlich, wie ein lustiges Leben voller Partys und Reisen schnell zum absoluten Horrortrip werden kann, ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu recken.

Autor: 
Amelie Pluschke
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