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Staatstheater Mainz

Nach dem Sommerloch und der schweißtreibenden Hitze weht nun im Mainzer Schauspielhaus ein frischer Wind und lädt BürgerInnen ein, den für sie neu erarbeiteten Spielplan zu genießen und die Schauspieler, Sänger und Tänzer mit Beifall für ihren Einsatz zu entlohnen.

Gleich zu Beginn der Spielsaison wartet das Staatstheater mit einer ungewöhnlichen Idee auf: einem performativem Stadtspaziergang durch die Mainzer Neustadt, genannt In Arbeit: Neustadt. Dabei sollen selbst alteingesessene Mainzer einen frischen Blick auf ihre Stadt bekommen, während sie mit einem Stadtplan und Kopfhörern auf den Ohren ausgestattet durch das hippe Neustadt-Viertel schlendern.

 

Am 2. Oktober dann treffen alle drei Sparten – Oper, Schauspiel und Tanz – in der Aufführung The Fairy Queen aufeinander. In Henry Purcells Übermalung von William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ kann zusammen mit Feenkönigin Titania und Elfenkönig Oberon die Freuden und Qualen der Liebe durchlebt werden. Etwas weniger leidvoll geht es am 28. Mai zu. Dann darf man sich auf das arabische Volksmärchen Hamed und Sherifa freuen, in welchem eine Prinzessin in Männerkleidern getarnt dem frauenverachtenden Prinzen Hamed eine Lektion erteilt. Mit viel Poesie, Witz und Spannung werden hier die Klischees von Mannhaftigkeit und Weiblichkeit auf den Prüfstand gestellt und gezeigt, dass sie in manchen Dingen doch gar nicht so verschieden sind. Wer mit Märchen und Feen nicht viel am Hut hat und lieber historisch belegte Geschichten erleben möchte, wird zur Eröffnung der Schauspielsparte am 3. Oktober mit dem Spektakel Schinderhannes zurück ins napoleonische Zeitalter versetzt und erlebt die Geschichte von Robin Hood neu. Ohne Strumpfhosen hat Protagonist Johannes Bückler zusammen mit seiner fast hundert Mann starken Räuberbande wohlhabende Kaufleute für einen guten Zweck von ihrem Geld befreit. Als Bückler sich vor lauter Übermut mit dem Militär anlegte, zog er dabei den Kürzeren und verlor 1803 durch eine öffentliche Mainzer Hinrichtung den Kopf. Ein besseres kriminelles Geschick zeigen dagegen zwei ältere Damen im Schauspiel Arsen und Spitzenhäubchen (Premiere 6. Dezember). Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Leichen im Keller und machen ihren Neffen Teddy dabei zum ungewollten Komplizen, während sie die örtliche Polizei liebevoll mit selbstgemachtem Holunderwein bewirten. Die schwarze Komödie feierte 1941 in New Yorker Broadway seine Premiere und wird am 06. Dezember nun auch endlich im Mainzer Staatstheater zu sehen sein.

Autor: 
Marita Metzler
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