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Von Rätseln und Mäusen

Die Lieblingskinderbücher der STUZ-Autoren

 

So einen wie mich kann man nicht von den Bäumen pflücken, sagt Buster – Bjarne Reuter

„So einen wie mich kann man nicht von den Bäumen pflücken“, sagt Buster. Und das stimmt! Denn Buster ist (angehender) Zauberkünstler. Ein Lebenskünstler. Mit einem arbeitslosen Vater, der das Haushaltsgeld allabendlich in Kopenhagens Kneipen trägt. In der Schule wird Buster von seinen Mitschülern gezwungen, einen Orang-Utan oder eine Hyäne zu spielen. Beeindruckt sind sie alle von Busters Verwandlungskünsten, aber weil er so anders ist, demütigen sie ihn. Auch sein Mathelehrer Martinsen, der meint, nicht mal als Straßenfeger könne man Buster gebrauchen. Doch Buster lässt sich nicht unterkriegen: „Ich komme schon durch“, sagt er. Und lächelt dabei. Mit Busters Augen sieht man gerade auch das Schöne am Leben. Es sind die langen Sommernachmittage, die er so liebt, „wenn der Tag Streifen bekommt und das Licht rund und gelb wird.“ Der Däne Bjarne Reuter findet wunderschöne Sprachbilder, sinnliche Detailaufnahmen. Ein Buch, das auch Erwachsene bezaubern kann!

 

Pelle zieht aus – Astrid Lindgren

Dieses Buch war mein absolutes Lieblingskinderbuch. Ich weiß gar nicht mehr so genau, worum es in den einzelnen Geschichten nun eigentlich ging. Ich weiß nur, irgendwo in Schweden gab es einen Ort, an dem immer Weihachten ist. Mit ganz viel Schnee, einem großen Tannenbaum, Plätzchen und glücklichen schwedischen Kindern. Diese Vorstellung finde ich auch heute noch sehr schön. Außerdem ist Weihnachten mein Lieblingsfest.

 

Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde – James Krüss

Viele Jahre ist es nun schon her, dass Mutti uns abends vorgelesen hat. Und noch länger ist es her, dass Kapitän Darowin Madirankowitsch im Jahre 1945 mit seinem Dampfer „Zirkade“ in der Flamingobucht auf den Glücklichen Inseln hinter dem Winde strandete, die auf keiner Seekarte verzeichnet und von Wind und Nebel verborgen sind. Madirankowitsch, seine Mannschaft und die Passagiere werden sieben Tage lang von Einheimischen herumgeführt und entdecken für den jungen Leser ein utopisches Paradies und Schlara enland. Brauseseen und Napfkuchenberge, Kraftpillen und wundersame Zauberbrillen. Das Geilste aber ist: Menschen und Tiere leben harmonisch, gleichberechtigt und vernünftig miteinander und jeden Tag regiert eine andere Gruppe des Volkes – immer fair dem Alphabet folgend. James Krüss‘ Seemannsgarn ist ungeheuer kitschig und naiv, ja, aber so schön, dass einige Passagiere der Zirkade gar nicht mehr weg wollen – ich ebenfalls nicht! Wer aber wie Darowin Madirankowitsch diese Utopie einmal verlässt, kehrt nie mehr zurück, seufz.

 

Tomte Tummetott – Astrid Lindgren

Es ist Winter. Alle auf dem Bauernhof schlafen, aber nicht der uralte Tomte Tummetott. Das Einzige, was die Menschen je von ihm gesehen haben, sind die Fußspuren im Schnee, die sie erst morgens sehen, wenn auch sie wach sind. So besucht er zu später Stunde die Tiere im Stall und  üstert den Kühen, Schafen, Hühnern, Pferden und Katzen zu, dass bald der Frühling einbricht und sie nicht mehr lange zu frieren brauchen. Die Kinder, die von ihm träumen, ihn aber auch noch nie gesehen haben, bewacht er auch und wundert sich, dass sie immer schlafen, wenn er bei ihnen vorbeischaut. Astrid Lindgren hat mehr als siebzig Bücher geschrieben, die in fünfzig Sprachen übersetzt wurden. Die deutsche Band „Tomte“ benannte sich sogar nach Tomte Tummetott. Dieses Buch ist eines, das jedem Kind, egal, wie alt es ist, im Gedächtnis bleibt.

Autor: 
Marie Lilli Beckmann, Miriam Gruber, Johannes Kraus, Lisa Maucher, Frederike Münd, Fabian Scheuermann, Caro Sokele
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Kommentare

Süße Idee, könnte noch viieeel mehr Beispiele enthalten!