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Warum überhaupt gibt es Pfandsammler?

Nackten Tänzern, japanischer Hofmusik, einer türkischstämmigen Kassiererin und der Suche nach globaler Gerechtigkeit werdet ihr bei den siebten „Frankfurter Positionen – Festival für neue Werke“ vom 22. Januar bis 1. Februar begegnen.

 

Das diesjährige Thema „Ausgeschlossen. Brüche zwischen den Welten“ des Festivals für neue Werke fragt, ob Demokratie und Aufklärung noch die stützende Basis bilden können für die Brüche, die zwischen unseren unterschiedlichen Lebenswelten herrschen.
Mit dem Ziel neue Perspektiven herauszustellen und eine sozialen Wahrnehmung zu entwickeln, haben die Künstler des Festivals Positionen formuliert, die den derzeitigen sozialen Wandel und die Transformationen darstellen sollen, denen unsere Umwelt und unsere Leben ausgesetzt sind.
Neben dem künstlerischen Programm findet ein wissenschaftliches Symposium in Form der Vortragsreihe „à jour“ (auf dem neusten Stand) statt. Es steht selbst unter dem Motto „Ausgeschlossen. Berichte von verdeckten Wirklichkeiten“ und versucht neue Sichtweisen und soziale Fantasien herauszuarbeiten. Interessant werden hier sicher unter anderem die Überlegungen, wie es zu dem gesellschaftlichen Phänomen des Pfandsammlers kam. Die Vorträge, jeweils stattfindend in der Zentralbibliothek Frankfurt, werden ausgerichtet vom Institut für Sozialforschung.

 

Ein Kunstspektakel außer Rand und Band

 

Das FP Extra, eine Reihe von Gesprächen und Vorträgen der Künstler über ihre Arbeiten, startete schon im November, erstreckt sich jedoch noch bis 19. Januar und diskutiert gesellschaftliche Konflikte in zeitgenössischen Stücken und Performances.
Finanziert und initiiert wird das Kunstfestival von der BHF-Bank-Stiftung, die sich der Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Kultur annimmt und eine kritische Positionierung zeitgenössischer Kunst gegenüber Gegenwartsphänomenen anstrebt. Zwanzig weitere Institutionen wie das Frankfurter LAB, die Goethe-Universität, das Künstlerhaus Mousonturm und das Schauspiel Frankfurt sind an der Organisation der Positionen beteiligt.

Die BHF-Bank-Stiftung setzt Werkaufträge in Höhe von etwa einer halbe Million Euro in Gang, die von einer Fachjury an vor allem junge experimentierfreudige Künstler vergeben werden. So werden dieses Jahr im Rahmen der Frankfurter Positionen neun Ur- und Erstaufführungen, unter anderem die Performance „Recht. Ökonomien des Handels 2“ von Daniel Kötter und Hannes Seidel oder das Stück „Das schwarze Wasser“ von Roland Schimmelpfennig, in Frankfurt stattfinden.
Den Auftakt des Festivals am 22. Januar bildet das Konzert „Ensemble Modern Meets Gagaku“, bei dem die traditionelle japanische Gagaku-Musik des Reigakusha Ensembles auf zeitgenossische Musik trifft.

 

 

Weitere Informationen und Tickets unter: www.frankfurterpositionen.de und www.mousonturm.de.
 

Autor: 
Lale Sabchi
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