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Was will ich und wenn ja, wie viele?

Das neue Buch der Mainzer Autorin Felicitas Pommerening dreht sich um das Thema Kinderkriegen und Zukunftsplanung. Am 21. Februar feiert das Buch im Bukafski Premiere.

 

Es wird ernst: Die Grenze zur Dreißig ist gerade so überschritten und die biologische Uhr fängt langsam an zu ticken. Ständig redet jemand im Bekanntenkreis vom Kinderkriegen. Doch will ich überhaupt eine Familie oder ist mir meine berufliche Laufbahn wichtiger? Ist mein derzeitiger Freund der richtige Mann dafür? Und was mache ich, wenn mir der Mann zum Kinderkriegen fehlt? Genau mit diesen Fragen beschäftigen sich die drei Protagonistinnen Lotta, Andrea und Doreen in Felicitas Pommerenings neuem Roman „Was will ich und wenn ja, wie viele? - ein Entscheidungsroman“.

Ihr zweites Buch, erhältlich ab dem 17. Februar, ist eine Mischung aus Witz und Romantik. Es behandelt das ernste Thema Familie in leichter Sprache. „Ein typischer Frauenroman eben. Ich versuche, die ganze Bandbreite akademischer Frauen darzustellen“, erklärt mir die 32-jährige Mainzer Autorin. Ihr Ziel ist es vor allem, die Leser zu unterhalten und zusätzlich dabei ein Thema anzuschneiden, das tatsächlich viele Frauen beschäftigt. „Es liegt einfach in der Luft“, erzählt Pommerening. Inspiriert wurde sie durch ihren Freundeskreis: Ihre Freundinnen haben mittlerweile Kinder und das Thema Familienplanung ist oft noch nicht ganz abgeschlossen. Die Autorin war eine der ersten, die ein Kind in ihrem Bekanntenkreis bekam. Sie ist bereits zweifache Mutter und befindet sich momentan noch in der Elternzeit.

Ideen für ihre Romane bekommt sie neben ihrem Alltag auch durch das Lesen diverser Blogs wie Mädchenmannschaft oder feministing.com im Internet. Pommerenings Bücher sind also ein wenig feministisch angehaucht. Ihr Debüt „Weiblich, jung, flexibel“ behandelt zwei emanzipierte Frauen, die sich so schnell wie möglich ins Berufsleben stürzen wollen, doch es hagelt Absagen.
„Mein erstes Buch erschien im Jahr 2012, als das Thema Frauenquote durch die Medien ging. Ein Buch über Frauen, die Probleme in der Berufswelt haben, hat da perfekt in die Rubrik Emanzipation gepasst“, erläutert die Mainzerin. Den Hintergedanken, dass das Buch zur gesellschaftlichen Debatte beitragen sollte, hatte sie nicht. Das Debüt schrieb sie parallel zu ihrer Doktorarbeit in Filmwissenschaft.

Ihren Herzenswunsch, das Schreiben, verfolgt sie schon seit der fünften Klasse. „Damals gab uns unser Deutschlehrer immer zu Beginn der Schulstunde die Möglichkeit, Selbstgeschriebenes der Klasse vorzulesen“, erinnert sie sich. Und das motivierte sie. Lange war das Schreiben von Kurzgeschichten und Gedichten ihr Hobby. Nach dem Abi veröffentlichte sie sogar eine Anthologie mit Freunden, doch der Gedanke Autorin zu werden, erschien ihr utopisch.

„Ich entschied mich, Publizisitk zu studieren und wollte Journalistin werden. Merkte dann, dass es doch nicht das ist, was ich machen möchte und wechselte zu Filmwissenschaft. Mein Ziel zu Schreiben verlor ich dann doch ein wenig aus den Augen“, erzählt Pommerening. Im Hinterkopf schwebte ihr damals noch ab und an der Gedanke, Drehbuchautorin zu werden. Sie landete anschließend unter anderem in einer Audioproduktionsfirma in Köln, schrieb und textete auch dort, kehrte der Liebe wegen wieder zurück nach Mainz und schloss ihre Promotion an der Universität ab. Dass das Buch, welches sie neben ihrer Doktorarbeit und während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb, veröffentlicht würde, hätte die Mainzerin nie gedacht. Ihr Debüt erschien 2012 beim Herder Verlag als Sachbuch, ihr neues Werk ist nun belletristischer. „Ich wollte Belletristik machen, dort kann ich meine kreative Ader ausleben“, so die junge Autorin. Das neue Buch „Was will ich und wenn ja, wie viele?“ erscheint auch in einem neuen Verlag, im Berlin Verlag. Auch ein drittes Buch ist in Planung: „Ich bin momentan schon fleißig am Werkeln.“

 

Wer Felicitas Pommerening live erleben möchte, hat am kommenden Freitag, 21. Februar, um 20 Uhr in der Bukafski Buchhandlung (Kurfürstenstraße 9) in Mainz die Möglichkeit, zur Buchpremiere von „Was will ich und wenn ja, wie viele?“ vorbeizuschauen.

Autor: 
Sarah Umla
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