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Wie man sich bettet, so liegt man

Das Fotokunstprojekt „Im letzten Hemd“ zeigt Menschen so wie Gott sie nehmen soll.

 

Anlässlich des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals, das vom 8. bis 13. März in Wiesbaden stattfindet, wird eine Fotoausstellung der makabren Art präsentiert. „Im letzten Hemd“, wie das Projekt treffend heißt, bildet Menschen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen ab, wie sie sich ihr letztes Ruhekissen vorstellen, die klassische Satinsteppdecke inklusive. Manche möchten Bilder ihrer Familie mitnehmen, ein anderer kann nicht ohne Handy und Kaffee abtreten. Ein Herr sogar kombiniert zu seinem feinen Anzug Torwarthandschuhe, ein Stilmix aus Geschäft und Freizeit, genauso wie zu Lebzeiten. Letztendlich betten sie sich alle, von unvorteilhafter Neonbeleuchtung bestrahlt, nur mit dem was sie am Leibe tragen und manchmal ein paar wenigen Habseligkeiten, zur Ruhe, im Tod sind doch alle gleich. Wenig überraschend ist zudem, dass die Ausstellung von einem Bestattungsinstitut,  nämlich der Privaten Trauerakademie Fritz Roth, organisiert wird, der Schuster bleibt bei seinen Leisten. Eine erste Auswahl der über 50 Fotos wird nun vom 6. bis 13. März im Foyer der Caligari Filmbühne (Marktplatz 9) zu sehen sein. Mehr Infos gibt’s unter www.im-letzten-hemd.de.

Autor: 
Sarah Beicht
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