Anzeige

Das Erbe wahren - Kinder haften für ihre Eltern

Unfall, Krankheit, Älterwerden: Wer Pflege braucht, darf sich nicht allein auf die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung verlassen. Das Risiko, im Alter pflegebedürftig zu werden, wächst mit jedem Lebensjahr und die Kosten der Pflege sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

 

In den letzten hundert Jahren hat sich unsere Lebenserwartung verdoppelt. Ein langes Leben ist erfreulich, birgt aber auch Risiken. Über zwei Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig – Tendenz stark steigend. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko, ein Pflegefall zu werden. So ist fast jeder Dritte ab dem achtzigsten Lebensjahr pflegebedürftig. Doch auch in jungen Jahren ist das Risiko einer plötzlich eintretenden Pflegebedürftigkeit nicht zu unterschätzen. Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung können auch bei jungen Menschen schnell zu einem Pflegefall führen. Wenn dann noch Kinder zu versorgen sind oder noch keine eigenen Ersparnisse gebildet werden konnten, kann das Risiko Pflege schnell das finanzielle Aus bedeuten. Der demografische Faktor sowie medizinischer und pflegewissenschaftlicher Fortschritt sprechen für eine weitere Kostensteigerung.

 

Gesetzliche Pflegeversicherung ist Grundversorgung
Die gesetzliche (soziale) Pflegeversicherung in Deutschland ist der jüngste, eigenständige Zweig der Sozialversicherung und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1995 als Pflichtversicherung eingeführt. Aufgabe der Pflegeversicherung ist das Risiko der Pflegebedürftigkeit abzufangen und die Versorgung Pflegebedürftiger zu verbessern. Allerdings stellt die Pflegepflichtversicherung nur eine soziale Grundsicherung dar, die Eigenleistungen der Versicherten nicht entbehrlich macht. Sie leistet nur einen festen Zuschuss, je nach Grad der Pflegestufe und der Art der Pflege. Die maximale Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung liegt aktuell bei 1.510 Euro im Monat. Damit ist aber nur ein Bruchteil der Kosten bei Eintritt des Pflegefalls gedeckt.

 

Zusatzvorsorge ist Privatsache
Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet nur einen Mindestschutz. Im Leistungsfall können aber schnell mehrere tausend Euro Pflegekosten entstehen. Die monatlichen Kosten schwanken zwischen einigen hundert Euro für Hilfeleistungen bei beschwerlichen Hausarbeiten oder für Besorgungen und bis zu über 3.000 Euro für einen Platz im Pflegeheim. Was aber dabei viele nicht wissen: Auch Kinder müssen für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen. Eine private Pflegevorsorge bietet eine optimale Versorgung im Pflegefall, erhöht die Lebensqualität und schützt das eigene Vermögen beziehungsweise das der Familie. Zu unterscheiden sind drei Produktvarianten: Die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung. Grundsätzlich gilt wie bei allen Risikoversicherungen mit Gesundheitsprüfung: Wer früh beginnt, gewinnt.

 

Autor: 
Andreas Kissel
Facebook:
Artikel bewerten:

Dies bewerten

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (12 Bewertungen)

Flattr