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Im Alter gut leben
Sicherheit im Alter – das wünscht sich jeder. Doch schon heute ist absehbar, dass die gesetzliche Rente alleine nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig um eine private Vorsorge zu kümmern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Die gesetzliche Rentenversicherung, als Teil der Sozialversicherung, basiert auf dem „Generationenvertrag“. Nach diesem ungeschriebenen Vertrag finanzieren die „Jungen“ die Renten der „Alten“. Aber dieses auf dem Umlageverfahren basierende System funktioniert nicht mehr wie gewünscht. Zu wenige Beitragszahler müssen zu viele Renten finanzieren.
Der demografische Wandel
Rückläufige Geburtenraten, steigende Lebenserwartung, hohe Arbeitslosenzahlen, Frühverrentung und Konjunkturflaute haben wesentlichen Einfluss auf unser Sozialsystem. Betroffen sind neben der Rentenversicherung auch die Kranken- und Pflegeversicherung in erheblichem Maße. Denn immer weniger Einnahmen stehen ständig steigende Ausgaben gegenüber. Die veränderten Rahmenbedingungen erfordern ein Umdenken hin zu mehr Eigeninitiative. Auch der Staat hat dies im Kern erkannt.
Von Säulen zu Schichten
Daher gilt seit dem 1. Januar 2005 das Alterseinkünftegesetz. Der Gesetzgeber hat hiermit die Förderung und steuerliche Behandlung der eigenverantwortlichen Altersvorsorge neu geregelt. Seither stehen drei Schichten (ehemals Säulen) der zusätzlichen Altersvorsorge mit jeweils unterschiedlichen Produkten als Versorgungslösung zur Verfügung: Basis-Rente, Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge, private Rente und sonstige Geldanlagen sind daher auch die Themen der nächsten STUZ-Ausgaben.
Persönlicher Kassensturz
Wer also im Rentenalter finanziell gut versorgt sein möchte, sollte nicht allzu lange warten und rechtzeitig vorsorgen. Wichtig dabei ist, den Kapitalbedarf zum gewünschten Renteneintritt möglichst genau zu bestimmen. Eine Auflistung der voraussichtlichen Kosten im Alter für Lebenshaltung, Auto, Konsumwünsche, Darlehensraten et cetera bilden dabei die Ausgangsbasis. Renteneintrittsalter, Rentenbezugszeit, Inflationsrate, Rendite und Kosten sind als wichtige Einflussfaktoren ebenfalls zu berücksichtigen. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rente und gegebenenfalls weiterer Einnahmequellen ist dann die Versorgungslücke zu ermitteln. Um diese schnellstmöglich zu schließen gilt: je früher, desto besser. Denn wer in jungen Jahren mit der privaten Altersversorgung beginnt, für den arbeitet die Zeit. Durch den Zinseszinseffekt sammelt sich mehr Kapital an als bei einem späteren Beginn.















