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Im Streitfall hilft die Rechtsschutzversicherung

Ein Rechtsstreit kann teuer werden – und daher eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein.

 

 

Recht haben und Recht bekommen sind oft zwei paar Schuhe. Über neun Millionen Verfahren werden jährlich vor deutschen Gerichten verhandelt. Für die Beteiligten können die Prozesse eine Belastung sein, weil sie Geld, Zeit und vor allem Nerven kosten. Um sich zumindest vor den finanziellen Risiken zu schützen, ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ratsam.

 

Rechtsschutzarten
Im Alltag gibt es unzählige Situationen, die zu Missverständnissen und in der Folge zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen können: Kündigung des Arbeitsplatzes, Ärger mit den Nachbarn oder ein Verkehrsunfall. Viele Streitfälle lassen sich nur vor Gericht klären – zu unterscheiden sind daher je nach Lebensbereich die Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Der spezielle Rechtsschutz für Mieter und Eigentümer ist in der Regel nur in Kombination mit einem Privat-Rechtsschutz möglich.

 

Leistungen
Grundsätzlich werden alle anfallenden Kosten bis zu der im Vertrag vereinbarten Versicherungssumme (Empfehlung mind. 300.000 Euro) rund um einen Rechtsstreit übernommen. Hierzu zählen die Kosten für den eigenen Anwalt gemäß der gesetzlichen Gebührenordnung sowie auch die Kosten des gegnerischen Anwalts (falls der Prozess verloren wird). Bei Beauftragung von Sachverständigen oder Gutachtern durch das Gericht werden auch diese Kosten übernommen; Zeugen-, Vollstreckungs- und die allgemeinen Gerichtskosten ebenso. Die Versicherung stellt weiterhin und falls notwendig darlehensweise eine Strafkaution zur Verfügung.
Der Versicherungsschutz gilt uneingeschränkt in Europa und den angrenzenden Mittelmeerländern; in den aktuellen Tarifen zusätzlich auch weltweit. Der genaue Umfang des Versicherungsschutzes ergibt sich aus den jeweils zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen.

 

Wartezeit und Ausschlüsse
Die Rechtsschutzversicherung hilft in den meisten Rechtsfällen des täglichen Lebens. Um aber das Kostenrisiko der Versicherer wie auch die Zahlprämien der Versicherten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, gelten in einigen Bereichen Wartezeiten von drei Monaten (u.a. im Arbeits-RS und im Wohnungs- und Grundstücks-RS). Bestimmte Bereiche – wie beispielsweise Streitigkeiten rund um den Hausbau, Streitigkeiten um Spiel- und Wettverträge, Spekulationsgeschäfte wie auch Verfahren wegen Halte- und Parkverstößen im Straßenverkehr, Verfahren wegen vorsätzlicher Straftaten, Diebstahl oder Betrug – sind grundsätzlich ausgeschlossen. Für Fälle, die sich bereits vor dem Versicherungsbeginn angebahnt haben, besteht ebenfalls kein Versicherungsschutz.

 

Kosten
Um die eigenen Kosten für einen optimalen Versicherungsschutz zu minimieren, kann ein Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt vereinbaren. Je nach Tarifausgestaltung kann dieser fest oder degressiv sein. Bei Schadenfreiheit reduziert sich der degressive Selbstbehalt in einem festgelegten Zeitfenster bis auf Null und der Versicherte zahlt von Beginn an eine günstigere Prämie. Für eine Top-Rechtsschutzversicherung mit Deckung in den Bereichen Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz inkl. Miet-RS zahlt ein Single (Angestellter) ca. 15 Euro monatlich (150 Euro Selbstbehalt).

Autor: 
Andreas Kissel
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