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Sprachkenntnisse im Lebenslauf
Auf vielfachen Wunsch ein Klassiker: Der Beitrag von Jobexperte und Ex-Kolumnist Wilfried Kohlmeier von April 2009.
So gut wie alle Bücher zur Bewerbungsthematik sind höchst unscharf, soweit es um die Detaillierung von Qualifikationen zum Thema Sprachen im Lebenslauf geht. Hier – wie sonst im Lebenslauf auch – gibt es keine bindenden Vorschriften, daher sind Sie frei in der Formulierung und in der Gestaltung ihrer wichtigen Zusatzqualifikationen. Einzige Grundregel: Die Formulierungen sollen realistisch sein, damit Sie später im Vorstellungsgespräch nicht zurückrudern müssen, und verständlich, damit Sie bei Ihren Bewerbungen eindrucksvoll und nachhaltig „ankommen“. Formulierungssorgfalt lohnt sich also. Dazu einige Tipps und Empfehlungen aus meiner Beratungspraxis, die treffend und eindeutig sind, von Arbeitgebern selbst in Stellenprofilen oft verwendet werden und dazu „self explaining“ sind. Finden Sie sich wieder?
Zunächst: Wir sprechen von Fremdsprachkenntnissen, nicht von Sprachkenntnissen, sonst müssten Sie stets die Muttersprache mit angeben. Wer aber internationalen Hintergrund hat oder mit zwei Muttersprachen aufgewachsen ist, soll das zum Ausdruck bringen. Konkreten Beispiele für alle Fälle:
Deutsch und Französisch als Muttersprachen: Hundert Prozent pur – das ist nicht zu toppen!
Englisch, Dolmetscherqualität: Hier gibt es strenge Anforderungen, die Fähigkeit zu Simultanübersetzungen ist aber nicht umfasst.
Englisch, verhandlungssicher in Wort und Schrift: Hier geht es nur um Ihr Studienfach und eine daraus resultierende Tätigkeit, die sie entsprechend mit abdecken könnten, ohne eine Anwärmphase.
Italienisch, fließend: Hiermit zeigen Sie, dass Sie sich – natürlich ohne Wörterbuch und ohne Stammelei – in gehobener Umgangssprache ausdrücken können. Die Grammatik muss hier nicht perfekt „sitzen“. Sie signalisieren kein zu tiefes Eindringen in die Fachlichkeit!
Spanisch, erweiterte Grundkenntnisse: Sie sind fit für die Kleinkonversation, mehr wird nicht erwartet. Mit dem Zusatz „jederzeit ausbaubar“ zeigen Sie ein hohes Maß an Flexibilität. Solch ein Potentialansatz wirkt positiv und strahlt weit über das Thema Sprachkenntnisse hinaus!
Russisch, Grundkenntnisse: Hier zeigen Sie erste Elemente, müssen aber noch keine längeren Sätze bauen können. Aber ein Arbeitgeber darf daran anknüpfen und Ihnen bei Bedarf – vielleicht viel später – einen Sprachkurs spendieren, falls das Geschäft es erfordert. An dem Punkt dürfen Sie dann nicht kneifen.















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