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Studentische Prostitution: Erst das Studium, dann die Moral (STUZ 72, Okt. 05)
Manche Studenten finanzieren ihr Studium mit einem umstrittenen Job – sie prostituieren sich. Dafür zahlen sie einen hohen Preis.
„Tabulose Frauen und Girls für Mottoparties an Wochenenden gesucht! 800 Euro garantiert!“ Aushänge an Universitäten und Kleinanzeigen in Szeneblättern suchen Studentinnen für Escort-Service oder Saunaclubs. Einschlägige Anzeigen werben mit willigen Studentinnen und Callgirl-Agenturen betonen die ausgezeichnete Bildung und Mehrsprachigkeit ihrer Damen.
Wer seine Hemmungen über Bord wirft und eine der angegebenen Telefonnummern wählt, erfährt erste Details. „Ah, du bist Studentin, das haben wir öfter.“ Der Mitarbeiter des „Clubs“ erklärt mit anzüglicher Stimme: „Während unserer Frühstücks- und Männerüberschuss-Partys musst du die Single-Männer beschäftigen. Alles sehr intim und wenn du nicht hässlich bist, bekommst du fünfzig Euro Spritgeld extra.“
Berlin, Frankfurt, Mainz
Die älteste deutsche Hurenvereinigung HYDRA in Berlin begleitet die Szene seit rund 25 Jahren. Die Mitarbeiterin Marion Detlefs erzählt, dass es in Berlin Bordelle gibt, die fast ausschließlich mit Studentinnen besetzt sind.
Auch die Beratungsstelle Tamara in Frankfurt wendet sich an Frauen, die bereits in der Prostitution arbeiten, es beabsichtigen oder sich beruflich und sozial neu orientieren wollen. Die dort beschäftigte Sozialpädagogin Monika Hoffmann weiß von einer ehemaligen Klientin, die jetzt eine Vermittlungsagentur für sexuelle Dienstleistungen betreibt. „Mindestens die Hälfte der Studentinnen Frankfurts sind in deren Kartei.“ Allerdings gibt es keine Erkenntnisse, wie viele tatsächlich anfangen, da selten Rückmeldungen kommen.
Eine vergleichbare Organisation gibt es in Mainz nicht. Seelsorgerische und studentische Beratungsstellen haben noch nie davon gehört.
In Deutschland arbeiten insgesamt 200.000 bis 400.000 Prostituierte, so das Institut für Sexualwissenschaften und –medizin an der Berliner Charité.
Die derzeit aktuellste EU-Studie von 1994 taxiert in ihrem letzten Länderreport 480.000 Frauen in Deutschland, die anschaffen. Bundesregierung und viele Institutionen legen mit 400.000 ein halbes Prozent der Gesamtbevölkerung als wirtschaftliche Größe zugrunde. An der Mainzer Universität studieren pro Semester rund 35.000 Studenten, etwas mehr als die Hälfte sind Frauen.
















Kommentare
Hallo Stalker.
Wir wissen nicht, welche Frau du hier ständig belästigst, beziehungsweise ob diese Frau das überhaupt mitbekommt oder ob du dich damit begnügst, hier deine Zeilen runterzutippen. Es ist ja immer wieder faszinierend, welche banalen Handlungen Befriedigung nach sich ziehen können.
In deinem Falle aber raten wir zur Therapie. Das ist wirklich gut gemeint. Natürlich kannst du weiterhin sauer sein, dass du diese Frau nicht kriegst - wie sollte das auch gehen, wenn du sie mit Psychoterror behelligst. Die Dame hast du verbrannt, Junge, die wird sich in diesem Leben nicht mehr in dich verlieben.
Du könntest also einfach deinen Arsch hochkriegen, dir was Gutes tun und aus dir gruselig-abtörnenden Typen einen sympathischen Typen machen, vor dem die Mädels nicht davonrennen. Dann hättest du unter Garantie bald besseres und angenehmeres zu tun, als diesen Beitrag hier aufzurufen und dich und andere zu beschämen.
Deine Seelenklempner aus der STUZ-Redaktion