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Der sonnige Süden sendet verregnete Grüße

Das mit dem Wetter hier in Spanien ist so eine Sache. Anfang April waren es 30 Grad, ganz so, wie man sich das vorstellt. Wurde auch allerhöchste Zeit, nachdem hier im Februar und März trotz Pulli und Heizung (!!) Kälte die Temperaturempfindungen maßgeblich bestimmt hatte. Zuversichtlich, dass der Sprung in den Sommer jetzt geschafft ist, wird schon bei so manchem Erasmusstudenten die Überlegung angestellt, dem nächsten Besuch die ja nun überflüssigen Pullover mit nach Hause zu geben, um Platz im eigenen Koffer zu schaffen.
Zu früh gefreut.
Knappe zwei Wochen später zeigt sich der Wettergott noch einmal von seiner anderen Seite und versorgt uns zweieinhalb Wochen lang mit Regen und kühlen 12 Grad. Die Heizung ist inzwischen abgeschaltet und hilft diesmal nicht, und natürlich hat man auch nicht unbedingt einen Regenschirm im Gepäck. Und der Regen scheint Granada schon vermisst zu haben, denn er bleibt lange und gibt zwischendurch nicht mal ein paar trockene Minuten Zeit, um einen Schirm kaufen zu gehen.
Schließlich schaffe ich es doch zu den schon bereitstehenden Regenschirmverkäufern unten in der Stadt und kann dann schließlich das Haus auch wieder verlassen, ohne gleich unfreiwillig zu duschen. Mit meinem neuen Regenschirm, dickem Schal und Pulli.

 

2 Wochen später: Inzwischen scheint sich der Sommer dann doch so langsam seinen Weg nach Granada zu finden und es wird schlagartig wärmer– ich hoffe, die Kolumne verdient ihren Namen ab jetzt und grüßt tatsächlich die nächsten zwei Monate nur noch aus dem sonnigen Süden, und nicht mehr aus dem kalten und verregneten, wenn auch dadurch nicht minder schönen Granada .

Fazit: Hofft man auch auf Sonnenschein, ein Pulli für Spanien, das muss sein. Und ein Regenschirm am besten auch gleich.
 

Autor: 
Pia Ditscher
Ressort:
Reise / Serien
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Pia unter der Dusche