Anzeige
Gesellschaftstanz - Gibt's den noch?
Und wie!, sagen die Mainzer Tanzschulenleiter Tina Willius-Senzer und Holger Gabel-Thiedig.
Walzer und Co, kennt doch jeder. Und obwohl heute auf dem Dancefloor eher HipHop oder House getanzt werden und die Pros auf der Straße breaken und crunchen, reißt das Interesse am althergebrachten Schultanzgut nicht ab. 90 Paare in einem Kurs sind nach Tina Willius-Senzer, Leiterin der „Clubtanzschule Willius-Senzer“, keine Seltenheit: „Standardtänze zu lernen gehört einfach zur Jugend dazu wie der Führerschein.“ Neben Schülern bilden vor allem Studenten, junge Paare und Singles die zahlenmäßig stärkste Interessentengruppe. „Viele wollen ihre Kenntnisse auffrischen, Versäumtes nachholen oder einfach auf eine entspannte Weise Leute kennenlernen.“ Man muss ja schließlich nicht gleich harten Tanzsport betreiben. Man tanzt nebeneinander und miteinander, man lächelt sich an und das alles in geselliger Atmosphäre. „Die Leute merken einfach, es macht Spaß, die Musik ist gut und es ist auch gar nicht so spießig, wie mancher vielleicht gedacht hat.“, bekräftigt Willius-Senzer. Zudem sind die Bewegungen meist gleitend und organisch, also leicht körpertrainierend und vor allem gesund. Bei manchen Krankenassen kann man deshalb für Tanzkurse auch Bonuspunkte sammeln. Holger Gabel-Thiedig von der Tanzschule „Manfred S“ prognostiziert zudem: „ Gesellschaftstanz gehört einfach zum Kulturgut und wird bestehen bleinen. Der ist nicht tot zu kriegen.“
Zum Tanz des Jahres hat der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) für 2012 übrigens den Foxtrott auserkoren. „Ich nenne ihn gern den deutschen Einheitstanz“, so Willius Senzer „Er wird überall gelehrt, jeder kann ihn erlernen und mit etwas Geschick und Mogelei kann man ihn auf jede Musik tanzen.“ „Den Foxtrott hat sogar schon unsere Großelterngeneration gelernt“, stimmt auch Gabel-Thiedig zu. Ob Dicofox, Slowfox oder den klassischen Foxtrott: „Jeder tanzt seinen ganz persönlichen Fox.“ Die beliebtesten Gesellschaftstänze der deutschen sind aber nach wie vor der Cha-Cha-Cha und der Langsame Walzer, wie eine Studie im Auftrag des Hauses Willius Senzer belegt. Und wer gar nicht auf Paartanz mit Anfassen und in die Augen schauen steht, der Tanzt eben Zumba oder Crunch.















Kommentare
Kommentar hinzufügen